Dass Strom aus der Steckdose kommt wissen wir bereits, doch meistens beginnt und endet unser Wissen rund um das Thema „Energie“ bei genau diesem Fakt. Grundsätzlich ist Strom aber dann doch ein Thema, bei dem es sich lohnt, sich damit effektiv und langfristig auseinanderzusetzen. Alleine in Deutschland kümmern sich knapp 1000 Anbieter um die Versorgung von knapp 40 Millionen Haushalten. Da liegt es nur auf der Hand, dass man mit dem Angebot in manchen Fällen etwas überfordert sein kann. Wir haben daher einige Tipps für Sie aufgelistet.

Grundversorger heißt nicht gleichzeitig günstig!

Tatsächlich ist es so, dass ein Wechsel weg vom Grundversorger in den meisten Fällen einen finanziellen Vorteil für das eigene Portemonnaie mit sich bringt. Das hat unter anderem damit zu tun, dass der Wettbewerb unter den 1000 unterschiedlichen Anbietern in Deutschland ein hoher ist und somit die Tarife weit unter den Grundversorger-Preisen liegen können. Außerdem weiß ein Grundversorger auch, dass die meisten Deutschen – tatsächlich 90 % – ihren Stromanbieter nie wechseln, was dazu führt, dass die Preise – auch wenn günstigere möglich wären – in der Regel nur nach oben korrigiert werden. Daher lohnt es sich sehr wohl, sich mit einem Wechsel des eigenen Energieanbieters auseinanderzusetzen und sich mithilfe von diversen Plattformen einen Überblick zu verschaffen, um langfristig effektiv zu sparen.

Stromwechsel ja, aber nur am….

Wer den Strom wechseln möchte, der sollte bestenfalls zum Ende des aktuellen Jahres (Silvester) den Vertrag wechseln. Wird ein Vertrag früher gekündigt, so kann es dazu führen, dass Jahresboni nicht ausgeschüttet werden und das gewünschte Einsparen als Nachzahlung passiert. Wer zu den Dauerwechslern gehört, der freut sich ebenso, denn der 31.12. ist ein Termin, der sich leicht merken lässt. Somit ist es einfacher machbar, sich darüber bewusst zu werden, dass am letzten Tag des Jahres der Strom gewechselt werden sollte.

Ändernde Kosten

Was heute Betrag x ausmacht, kann morgen bereits Betrag y sein. Die Kostenpunkte im Bereich des Energieverbrauchs sind an viele Vorgaben gebunden, die am Ende in einem steigenden, oder fallenden Preis resultieren. Das hat unter Anderem mit Steuern zu tun und folgenden Berechnungen:

An tatsächlich-existierenden Strombörsen wird elektrische Energie gehandelt. Hier werden die Preise für die Erzeugung von elektrischer Energie und die damit-verbundene Lieferung bzw. Einspeisung in das Stromnetz reguliert. Auch der Handel abseits der Strombörse orientiert sich meist an den Großhandelspreisen. Nachdem für die Belieferung des Privathaushaltes, in der Regel, das öffentliche Stromnetz benutzt wird, müssen die Betreiber mit Netznutzungsentgelten rechnen. Diese Netznutzungsentgelte werden an die öffentliche Hand abgegeben, sowie auch die Konzessionsabgabe, EEG-Umlage, KWK-Umlage und Umsatzsteuer. Wie man sich denken kann bezahlt der Verbraucher grundsätzlich eher den Staat und nur ein Bruchteil der bezahlten Summe landet tatsächlich beim Anbieter. Im Grunde gibt es 2 Möglichkeiten, um beim Wechsel ein positives Ergebnis im Bereich der Stromkostenzufuhr zu erreichen:

Während beim aktiven Wechsel der Energieanbieter über mehrere Jahre immer wieder neu gewechselt wird, profitiert man beim Wechsel, auf den aktuell billigsten Anbieter, von einer langjährigen Betreuung ohne große Schwierigkeiten. Sollte man sich dann nach einigen Jahren wieder neu orientieren wollen, so hat man selbstverständlich wieder die Möglichkeit den 31.12. zum Stromwechsel-Tag zu machen und dann die damit-verbundenen Vorteile für sich auszukosten.

Preisgarantien sind Pflicht

Gerade im Bereich des Stromwechsels sollte man sich an Preisgarantien orientieren. So kann garantiert werden, dass sich etwaige Kosten für den Anbieter – innerhalb des Vertragszeitraums –nicht auf den Verbraucher auswirken. Sollte es daher negative Änderungen geben und die Strombörse zu erhöhten Kosten für Anbieter führen, so trägt der Anbieter das Risiko und der Verbraucher zahlt weiterhin denselben Betrag. Dies ist natürlich ein langfristiger Vorteil. Wer sich daher nach einem Wechsel sehnt oder Lust hat, sich über neue Anbieter zu informieren, der sollte die Möglichkeit nutzen um gezielt nach Preisgarantien Ausschau zu halten. So wird man am Ende des Jahres definitiv nicht überrascht!

Support ist der Schlüssel!

Die meisten Stromanbieter sind telefonisch erreichbar. Nutzen Sie daher die Möglichkeit eines Telefongesprächs, bzw. informieren Sie sich online über die Erfahrungen anderer Nutzer mit diversen Stromanbietern. Sollte es in irgendeiner Form einmal Schwierigkeiten geben, welche unter Umständen einmal vorkommen können, so ist es natürlich das Beste, wenn Sie einen Partner haben, der Ihnen hier unter die Arme greift. Wer seinen Stromanbieter kennt, der weiß auch, mit welchen Menschen er es dort zu tun hat. Gerade im Dialog lässt sich vieles herausfinden und das Bauchgefühl mag dann vielleicht die Entscheidung noch etwas beschleunigen. Lassen Sie sich daher gerne auf ein Gespräch ein und nutzen Sie die Chance um mehr über Ihren potenziellen Stromanbieter in Erfahrung zu bringen.

Zu oft wechseln? Bitte nicht.

Ein Stromanbieter kann einen Kunden auch ablehnen, was dazu führen kann, dass viele Verbraucher etwas ängstlich vor einem Wechsel agieren. Ein Verbraucher wird in der Regel dann abgelehnt, wenn die Wechsel zu häufig sind und man so bereits mehrfach bestehender Kunde beim Stromanbieter war. Dies fällt natürlich auf und ist seitens der Stromanbieter nicht gern-gesehen. Als Anbieter wünscht man sich selbstverständlich gerne sogenannte „Schläfer“-Kunden. Diese sollten bestmöglich einmal den Anbieter wechseln und dann nie wieder einen Wechsel in Betracht ziehen. Dafür wird meist auch mit attraktiven Boni-Angeboten gelockt, was man sich in der Regel gerne mal ansehen kann. Aber keine Angst: Sollte ein Anbieter den Wechsel nicht akzeptieren, so bietet sich selbstverständlich immer ein Wechsel in die Grundversorgung an. Der Grundversorger liefert im staatlichen Auftrag und hat somit grundsätzlich keine Möglichkeit einen potenziellen Kunden abzulehnen.

Na, Lust auf Strom?

Wer neben den obigen Methoden Lust hat noch mehr Strom und damit auch Geld zu sparen, der profitiert zusätzlich vor allem dann, wenn er sich auf die Reduzierung des eigenen Verbrauches fokussiert. Dazu ist es notwendig die Betriebszeit von Großverbrauchern wie Waschmaschinen und alten Geräten zu hinterfragen. Ein sparsamer Einsatz von Elektrogeräten kann in der Abrechnung bereits einen großen Unterschied ausmachen.

Ob und wie sehr ein Wechsel Sinn macht ist abhängig von dem eigenen Vertrag und den Angeboten in der Nähe. Nicht jedes Angebot trifft auf jeden Haushalt zu. Nehmen Sie sich daher gerne die Zeit und informieren Sie sich, überprüfen Sie alternative Möglichkeiten und wählen Sie was Sie für gut erklären. Vergleichsportale agieren hier als Partner und machen den Überblick etwas einfacher.