Tests der Umweltschutzorganisation hatten bei Lebensmitteln aus der Region zu hohe Belastungen mit Pestiziden nachgewiesen. Dem darauf folgenden Absatzeinbruch für Produkte aus Almeria begegnet die Region nun mit einem Umbau der Landwirtschaft. Dabei werden der Einsatz von Pestiziden reduziert und umweltverträglichere Anbaumethoden gefördert.

Der Trend zu einer verantwortungsbewussten Landwirtschaft macht sich bei der Sicherheit der Lebensmittel für Verbraucher offenbar noch nicht bemerkbar. Die Lebensmittelzeitung berichtete kürzlich unter Berufung auf Untersuchungen des Landes Nordrhein-Westfalen von „katastrophalen Missständen“ bei einigen von Aldi, Lidl, Plus, REWE oder Edeka verkauften Obst- und Gemüsesorten. Bioware sei dagegen nicht beanstandet worden. Der Schlendrian der Handelsketten sei inakzeptabel. Die Supermärkte müssten durchgreifen.

Aus Andalusien, konkret aus Almería, stammt ein Großteil des in Deutschland im Winter verzehrten Gemüses wie Paprika, Tomaten, Gurken und Blattsalate. Aufgrund der Greenpeace-Untersuchungen, die eine starke Belastung mit Pestiziden aufgedeckt hatten, stehen die deutschen Supermarktketten sowie der Obst- und Gemüseanbau massiv unter Druck. Inzwischen werden dort statt giftiger Spritzmittel vermehrt Nutzinsekten eingesetzt, die Schädlinge einfach wegfressen. Auch Biolandbau und integrierte Landwirtschaft nehmen zu.