Die Gastronomie sucht immer händeringend nach guten Servicekräften. Trotzdem wird man nicht automatisch eingestellt, wenn man sich auf eine Stelle in der Gastronomie bewirbt. Welche Aspekte die Chancen auf den Job erhöhen und worauf es bei der Bewerbung besonders ankommt, erklären wir im folgenden Artikel.

Ein überzeugender Lebenslauf

Wer davon ausgeht, dass man seinen Lebenslauf nicht auf den jeweiligen Job anpassen muss, liegt falsch. Selbstverständlich müssen alle Fakten zum Thema Schule, Ausbildung und Berufserfahrungen nicht abgeändert werden, dennoch sollten die persönlichen Kenntnisse und Fähigkeiten an die Gastronomie-Branche angepasst werden. Einen überzeugenden Lebenslauf schreiben als Kellner/in ist daher die halbe Miete.

Diese Stärken sind in der Gastronomie besonders gefragt

  • starke Kundenorientierung

  • Stressresistenz und Belastbarkeit

  • Hands-on-Mentalität

  • Organisationstalent

  • Teamfähigkeit

  • Engagement und Hilfsbereitschaft

  • Fremdsprachenkenntnisse

  • Kommunikationsstärke

  • Kontaktfreudigkeit

  • Genauigkeit und Pünktlichkeit

  • gepflegtes und professionelles Auftreten

  • Zuverlässigkeit 

Zudem werden Erfahrungswerte besonders gerne gesehen. Hat man Arbeitszeugnisse oder Zertifikate, sollte man diese unbedingt mitschicken.  

Möchte man ein Bewerbungsfoto übersenden, sollte dieses professionell sein und nicht etwa mit der Handykamera geschossen sein. Die Kleiderwahl sollte schlicht, aber dennoch elegant sein.

Ein ansprechendes Bewerbungsanschreiben

Ebenso wie der Lebenslauf muss auch das Anschreiben perfekt auf den jeweiligen Job in der Gastronomie zugeschnitten sein. Allgemeine Floskeln sind da nicht sehr überzeugend und wirken einfallslos. Besser ist es, wenn man sich mit den Kompetenzen und Tätigkeiten einer Servicekraft auseinandersetzt und diese dann in den Bewerbungsbrief einbringt.

Über diese Kompetenzen sollte man als Servicekraft verfügen

  • Als gute Servicekraft muss man in der Lage sein, die Wünsche und Bestellungen der Gäste zu verstehen. Außerdem sollte man die einzelnen Speisen und Getränke kennen und erläutern können. 

  • Auch wenn man kein Mathematik-Profi sein muss, sollte man über ein gewisses rechnerisches Denkvermögen verfügen. Bestellungen abzukassieren oder die Kasse am Tagesende abzurechnen gehören zu den Grundaufgaben einer Servicekraft. 

  • Zu den Stoßzeiten kann es in der Gastronomie hektisch werden. Daher sollte man in der Lage sein, sich viele Bestellungen auf einmal zu merken und die Speisen und Getränke auch zu den richtigen Gästen zu bringen. 

  • Ein guter Service ist in der Gastronomie das A und O. Oft entscheidet er darüber, ob Gäste wiederkommen. Daher sollte man besonders aufmerksam sein, um Bedürfnisse der Gäste vollends zu befriedigen. 

  • Im einen Moment war man noch in der Küche, im anderen muss man Gäste empfangen oder bewirten. Daher sollte man geschickt und schnell zwischen verschiedenen Tätigkeiten switchen können. 

  • Zum Job einer Servicekraft gehört auch das Bedienen von Kaffeemaschinen, Cocktail-Mixern oder Bierfässern. Man sollte also eine schnelle technische Auffassungsgabe haben. Außerdem muss man geschickt darin sein, mehrere Teller und Gläser auf einmal zu tragen. Ein Tollpatsch wäre hier fehl am Platz.

All diese Fertigkeiten sollte man in sein Bewerbungsschreiben aufnehmen. Damit kann man begründen, warum man besonders gut für den Job geeignet ist.

Da eine Servicekraft in der Gastronomie nicht zwingend eine Ausbildung benötigt, kann man sich natürlich auch als Quereinsteiger bewerben. In diesem Fall ist besonders darauf zu achten, dass man ausdrückt, wie lernfähig man ist. Das Gastgewerbe ist schnelllebig und kann stressig werden, da ist nicht immer Zeit für lange Erklärungen oder ausführliche Anleitungen.

Im Bewerbungsgespräch glänzen

Hat man die Hürden des Erstellens von Lebenslauf und Anschreiben gemeistert und war die Bewerbung erfolgreich, wird man wie in jeder anderen Branche zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen.

Besonders in der Gastronomie sind Hygiene und das äußere Erscheinungsbild sehr wichtig. Daher sollte man außerordentlich gepflegt und gut gekleidet zum Vorstellungsgespräch erscheinen. Eine weiße Bluse oder ein weißes Hemd sowie eine dunkle Stoffhose kombiniert mit einem Sakko oder Blazer wären hier die optimale Wahl. Schmutzige Fingernägel oder ungewaschene Haare sind da nicht gerne gesehen. Sollte man längeres Haar tragen, empfiehlt es sich, dieses hochzustecken oder zurückzubinden. Das Make-up sollte dezent sein.

Zudem sollte das Verhalten weder unnatürlich noch aufgesetzt wirken. Ein respektvolles und freundliches Benehmen sind für eine Servicekraft Grundvoraussetzungen, dennoch sollte man authentisch und dem Gegenüber zugewandt wirken. Bereits im Gespräch wird der Interviewer einschätzen können, welchen Eindruck man auf Gäste macht.

Besonders engagiert wirkt es, wenn man von sich aus einen Probetag vorschlägt. In der Regel ist das die perfekte Möglichkeit für beide Seiten, um herauszufinden, ob eine zukünftige Zusammenarbeit funktioniert und man für den anspruchsvollen Job in der Gastronomie geschaffen ist.