Wer abnehmen möchte, sieht sich nicht selten mit zwei großen Hürden konfrontiert: dem leidvollen Hungern und der Zeit, die fürs Sporttreiben zur Verfügung stehen muss. Besonders im stressigen Berufsalltag, wenn ohnehin schon Sorgen und Zeitmangel an der Tagesordnung stehen, ist das für viele Abnehmwillige kaum realisierbar.

Allerdings gibt es auch eine gute Nachricht: Abnehmen durch Hungern und Sport ist längst “aus der Mode geraten”, da man mittlerweile weiß, wie effektives Abnehmen auf lange Sicht viel besser funktioniert. Dabei ist nicht immer die strengste Diät ausschlaggebend, sondern vielmehr eine richtige und ausgewogene Ernährung.

Warum hilft Hungern nicht beim Abnehmen?

Bei der Annahme, man müsse nur lange genug den Hunger ertragen, um schnell und langfristig abzunehmen, handelt es sich leider um einen weit verbreiteten Trugschluss. Das liegt daran, dass sich unser Körper stets auf neue Gegebenheiten einstellt. Durch die sehr geringe Kalorienaufnahme fährt er in den Sparmodus und verwaltet akribisch alle zur Verfügung stehenden Nährstoffe. Infolgedessen erwartet der Körper bereits eine weitere Hungerphase und wandelt nahezu alle aufgenommenen Nährstoffe in körpereigene Fette um – und das möchte man doch gerade vermeiden!

Besser: Ernährungsumstellung statt strenger Diät

Besser ist es, wenn man damit beginnt, die eigenen Essgewohnheiten zu analysieren und gegebenenfalls zu verändern. An erster Stelle steht dabei eine ausgewogene Ernährung, die dem Körper alle wichtigen Nährstoffe bietet. Dafür muss man weder hungern noch auf etwas verzichten. Im Internet gibt es viele gute Rezeptvorschläge, wie z.B. bei Abnehmtricks-und-Abnehmtipps.de. Diese lassen sich ganz einfach zuhause ausprobieren und sorgen für Abwechslung im Alltag.

Die Menge pro Mahlzeit ist entscheidend

Natürlich spielt die Menge der zugeführten Nahrung ebenfalls eine Rolle. Damit ist aber auf keinen Fall gemeint, dass man sich selbst etwas verbieten muss oder bestimmte Mahlzeiten ganz auslässt. Viel wichtiger ist, dass man pro Haupt- und Zwischenmahlzeit nicht übertreibt. Ein Tipp: Langsam essen statt hinunterschlingen! Beim genüsslichen Essen in reduziertem Tempo bemerkt man ein Sättigungsgefühl rechtzeitig und kann dann aufhören.

Abnehmen mit der Low-Carb Variante

Eine besondere Variante zum Abnehmen ist die sogenannte Low-Carb-Diät. Low carb heißt übersetzt “wenig Kohlenhydrate” und genau darauf kommt es bei der Diät auch an. Der Fettabbau soll durch die Reduktion der Kohlenhydrate im Körper maximiert werden. Außerdem können die Muskulatur durch proteinreiche Ernährung aufrechterhalten sowie Stoffwechselprozesse verbessert werden.

Wie funktioniert die Ernährungsweise bei Low Carb?

Es gibt keine einheitlichen Regeln, welche besagen, wie viele Carbs man bei der Diätform zu sich nehmen darf. Allerdings hat es sich nachweislich bewährt, wenn man sich auf 100 bis 150 Gramm Kohlenhydrate am Tag beschränkt. Durch die Ernährungsumstellung soll der Körper lernen, notwendige Energie aus körpereigenen Fettzellen zu gewinnen.

Lebensmittel, die man zu sich nehmen kann:

  • Hochwertige Pflanzenöle

  • Fisch

  • Fleisch

  • Hülsenfrüchte

  • Nüsse

  • Gemüse

  • Eier

  • Milchprodukte

Diese stellen wichtige Fett- und Proteinquellen für den Körper dar, welche den Mangel an Kohlenhydraten ausgleichen können. 

Diese Lebensmittel bitte nur in Maßen genießen:

  • Weißmehlprodukte wie Brötchen

  • Kartoffeln

  • Reis

  • Zuckerhaltige Speisen

Gibt es “gute” Kohlenhydrate?

Ein vollständiger Verzicht von Kohlenhydraten ist nicht zwingend nötig. Man sollte stattdessen darauf achten, ob es sich um Einfachzucker oder um komplexe Kohlenhydrate handelt. Letztere werden im Körper nur sehr langsam aufgespalten und wirken sich deswegen kaum auf den Insulinspiegel aus. Sie sorgen für ein lang anhaltendes Sättigungsgefühl und verhindern das Auftreten von “Heißhungerattacken”.

Wie schnell kann man abnehmen?

Abnehmen kann man sowohl innerhalb einer Woche als auch über mehrere Monate hinweg. Es kommt dabei auf die eigenen Ziele an und wie streng man sich an Einschränkungen hält oder nicht. Auch beim schnellen Abnehmen ist entscheidend, was man zu sich nimmt. Auf Fertiggerichte, Zucker und Alkohol sollte weitestgehend verzichtet werden. Stattdessen ist der Verzehr von Obst und Gemüse empfehlenswert.

Auch durch den aktiven Aufbau von Muskelmasse kann man schnell ein paar Kilos verlieren. Muskeln dienen auch im Ruhezustand der erfolgreichen Fettverbrennung. Zuletzt ist es natürlich jedem freigestellt, ob das Abnehmen durch Körpereinsatz noch schneller vorangetrieben werden soll oder nicht. Niemand muss sich dabei zum Sport zwingen: Manchmal reichen auch schon tägliche und ausgedehnte Spaziergänge, Fahrradtouren oder Runden im Schwimmbad. Regelmäßige Bewegung wirkt sich auch positiv auf das Wohlbefinden aus.

Fazit

Egal, ob man schnell oder langsam abnehmen möchte: Hungern und Leistungssport betreiben sollte man dafür nicht. Stattdessen lohnt es sich, auf eine gesunde Ernährung mit wenig Kohlenhydraten zu achten und diese abwechslungsreich zu gestalten. Statt Fertiggerichten gehören selbstgemachte Speisen auf den Tisch. Abgerundet werden kann der Ernährungsplan durch regelmäßige Bewegung. Diese sollte aber nie zur Qual werden, sondern den Alltag im besten Fall bereichern.