Verlobungsringe sind nicht wie andere Ringe – sie sind etwas Besonderes und übermitteln eine ganz bestimmte Botschaft.

Was steckt eigentlich genau hinter den Ringen? Und sind Verlobungsringe überhaupt noch aktuell?

Bedeutung

Der Verlobungsring sieht nicht nur schön aus, er hat auch eine romantische Bedeutung. Er steht für das Heiratsversprechen zweier Menschen: Er symbolisiert Hingabe und Verpflichtung gegenüber dem Partner und das Versprechen, das restliche Leben miteinander zu verbringen.

An den linken Ringfinger kommt das Schmuckstück, weil links die Herzseite ist. Dort bleibt der Ring bis zur Hochzeit. Er ist ein Symbol unendlicher Liebe.

Geschichte  

Die Tradition der Verlobungsringe gibt es schon lange. Seine Wurzeln reichen bis in die Antike zurück. Damals begann man den Ring an den linken Ringfinger zu stecken, weil man glaubte, dort habe er eine enge Verbindung zum Herzen.

Auch im Mittelalter wurden die Ringe als Versprechen für die Ehe an den Finger gesteckt. Es wurde so ernst genommen, dass es Frauen sogar verboten war, einen Ring nur zum Spaß anzustecken.

Den Verlobungsring, wie wir ihn kennen, gibt es etwa seit dem 13. Jahrhundert. Papst Innozenz II führte 1215 erstmals eine offizielle Wartezeit zwischen Eheversprechen und Eheschließung ein. Dadurch wurde der Verlobungsring zum romantischen Übergangssymbol. Diese Wartezeit soll gefüllt mit Liebe, Hingabe und romantischer Zweisamkeit sein. Zu dieser Zeit spiegelten Verlobungsringe auch noch den sozialen Rang des Paares wider, denn Edelmetalle durften nur von den Reichen und Wohlhabenden getragen werden.

Der erste Diamantring soll 1477 überreicht worden sein. Dieser machte das Eheversprechen noch wertvoller und war für das breite Volk unbezahlbar. Doch das änderte sich 1870 mit der Entdeckung der Diamantminen in Afrika. Diamanten wurden bezahlbar und sind nicht mehr nur den Reichen vorbehalten.

Mittlerweile sind die kleinen Steine an den Verlobungsringen gang und gäbe. Ein relativ neuer, wiederentdeckter Trend sind Zwillingsringe. Sie werden von beiden Geschlechtern getragen, bei der Hochzeit überreicht und zum Ehering der Frau zusammengefügt.

Sind Verlobungsringe noch im Trend?

Verlobungsringe liegen weiterhin im Trend – sie sind nicht mehr wegzudenken. Während in einigen Ländern der Wert des Ringes vom Einkommen des Mannes abhängt, geht es uns in Deutschland viel mehr um die Bedeutung. Auch, dass er der Frau gefällt, ist wichtiger als der Preis. Ob beide Geschlechter einen Ring tragen oder nur die Frau, das bleibt jedem Paar selbst überlassen.

Auch in der Promi-Welt sind opulente Ringe und ausgefallene Verlobungs-Events weiterhin im Trend. Das sorgt auch dafür, dass dieser romantische Brauch bei der jüngeren Generation so schnell nicht aussterben wird.

Wie wählt man den richtigen Verlobungsring aus?

Wie bereits angesprochen, muss der Ring der Partnerin gefallen. Deshalb wird es immer moderner, dass sich die Frau ihren Ring selbst aussuchen darf. Bei vielen Anbietern gibt es eine große Auswahl an Ringen und Ratgeber, die bei der Auswahl helfen – dazu hier mehr Infos.

Was passiert mit dem Ring nach der Hochzeit?

Wie mit dem Verlobungsring nach der Eheschließung umgegangen wird, ist von Paar zu Paar unterschiedlich. Es gibt dafür verschiedene Möglichkeiten:

  • Zusätzlich zum Ehering wird der Verlobungsring weiterhin an der linken Hand getragen.

  • Der Verlobungsring wird gegen den Ehering getauscht.

  • Er wird weiterhin als Schmuckstück an einem beliebigen Finger oder als Vorsteckring zum Ehering an der rechten Hand getragen. 

Wie genau mit dem Verlobungsring verfahren wird, hängt auch von möglichen Familientraditionen oder Kulturen ab – die Traditionen der Familie der Braut dominieren. Letztlich bleibt es jedoch dem Hochzeitspaar selbst überlassen.

Fazit  

Verlobungsringe sind eine wunderschöne Tradition, die uns voraussichtlich noch lange erhalten bleiben wird. Sie verkörpern unendliche Liebe und das Versprechen zur Ehe und einem gemeinsamen Leben. Ein einmaliges Erlebnis, das für immer in Erinnerung bleibt.

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