FC Barcelona: Sergio Ramos watscht Piqué! “Kein Wunder, aber ein großartiger Spieler”

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Die leidige Diskussion um Gerard Piqué in der spanischen Seleccion geht weiter. Kein Wunder, jeder hat seine eigene Meinung. Auch Sergio Ramos, wie nicht anders zu erwarten. Und wie üblich hält der Star von Real Madrid mit seiner Meinung nicht lange hinterm Berg. Das erzürnt wiederum die Katalanen. Wie nicht anders zu erwarten. Und so geht das Kaspertheater also weiter. Schließlich sind Fußballer, wie man jeden Samstag sehen kann, ganz einfach auch nur Jungs in kurzen Hosen. Einige jedenfalls.

Und so gab Sergio Ramos zu den Pfiffen gegen Piqué in Oviedo gegen die Slowakei jetzt zum Besten: “Piqué hat ja selbst mit dazu beigetragen, seine jüngsten Aktionen waren nicht immer nur glücklich.” Gemeint waren sicher die Provokationen in Richtung Real Madrid. Noch nach dem Gewinn des europäischen Supercups gegen Sevilla hatte Piqué seine Kollegen von Barca zu einer Ehrenrund aufgefordert, “damit die in Madrid uns dabei zuschauen müssen”, wie er erklärte.

Ramos: “Wir vertun uns alle …”

Auch das müde 1-0 der Spanier in Mazedonien am Dienstag konnte Sergio Ramos nicht davon abhalten, die Pfiffe vergessen zu lassen. Quasi als Abschiedsgruß gab er Piqué einen Denkzettel mit auf den Weg. Ramos sagte weiter: “Es ist ja klar, dass wir uns alle mal vertun, ich persönlich bin da der Erste. Ich habe in meinem Leben schon viele Male geirrt. Aber bei der bekannten Rivalität zwischen Real Madrid und Barca haben die letzten Äußerungen Piqués sicher nicht geholfen, die Lage zu entspannen. Sicher kann man bei Feiern manchmal daneben greifen, ich will das gar nicht beurteilen. Aber es überrascht uns auch nicht, dass es Piqué trifft.”

“Ich will kein Richter sein …”

Fakt ist, dass Ramos und Piqué nicht eben das beste Verhältnis nachgesagt wird. Was die beiden stets dementierten. Die neuen Äußerungen von Ramos werden weiter Wasser auf die Mühlen der Unkenrufer gießen. Die katalanische Presse jedenfalls sprang schon auf die Äußerungen von Sergio Ramos an – und deutete die Worte des Stars von Real Madrid als Ohrfeige. Auch wenn Ramos hinzu fügte: “Piqué ist aber doch kein Problem für Spanien, im Gegenteil, er ist ein großartiger Spieler der Nationalmannschaft.” Eigentlich kann man kaum mehr wollen.

Zur Disconacht in Gijón sagte Ramos halb ernst, halb im Scherz: “Dazu hat ja schon der Trainer alles gesagt: Wir hatten Ausgang, und die Presse nimmt die Sache einfach viel zu wichtig. Ich will mich nicht zum Richter über niemanden aufschwingen, wir leben in einem demokratischen Land, und jeder darf das machen, was im Rahmen des Möglichen erlaubt ist, auch als Fußballer. Wir sind über keine Zäune geklettert, um nach dem Spiel einen Drink zu nehmen.” Und: “Ich denke nicht, dass es Piqué etwas ausmacht, was die Leute von ihm denken, wir wollen doch eigentlich alle nur unsere Ruhe haben. Wir leben mit dieser Art von Lärm jeden Tag, aber wir dürfen uns nicht davon ablenken lassen.”

Im Spiel gegen Mazedonien jedenfalls funktionierte das Paar Piqué-Ramos wieder einmal: den tapferen Mazedoniern gelang nicht ein einziger Torschuss, Spanien siegte ungefährdet 1-0, das Tor schoss Mata. Auch wenn es eigentlich eher eine verunglückte Flanke war. Fakt ist: Spanien wird wohl bei der Euro 2016 dabei sein. Mit Sergio Ramos. Und mit Gerard Piqué.

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