Barca: Angst vor Espanyol und Tamudazo, Atletico Madrid will Rache! “Zidane kein Posterboy”

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Nach der Champions League spielt jetzt wieder die beste Liga der Welt, natürlich in Spanien. Das kann kaum als Übertreibung missverstanden werden. Denn mit Atletico oder Real Madrid wird auch in diesem Jahr wieder ein spanisches Team die Champions League gewinnen, wie auch auch schon 2014 (Real) und 2015 (FC Barcelona). Und der FC Sevilla steht wie gewöhnlich im Finale der Europa League, zum dritten Mal in Serie. Gewinnen die Andalusier auch diesmal (gegen den FC Liverpool), hätten sie einen noch nie da gewesenen Titel-Hattrick geschafft.

In der Liga wird es am Sonntag, wenn alle Teams um 17 Uhr kicken, in Barcelona ganz besonders spannend. Denn dort steigt das Derby zwischen Barca und Espanyol. Wie in der Saison 2006/07 am vorletzten Spieltag. Damals vergeigte Barca den Titel fast in der letzten Minute. Bis zur 89. Spielminute führte man mit 2:1, dann schlug Raul Tamudo mit seinem zweiten Tor zu, Endstand war 2:2. Oder, wie es bis heute in Spanien heißt: “Tamudazo”.

Verrückt, aber wahr: Real Madrid schoss in der gleichen 89. Minute damals in Saragossa ebenfalls das 2:2, Ruud van Nistelrooy drehte das bereits verloren geglaubte Spiel noch um. Mit einem Sieg konnte Real dann am letzten Spieltag zuhause gegen Mallorca im Bernabeu-Stadion den Titel perfekt machen. Was auch gelang.

“Atletico ist derzeit auf einem Rachefeldzug…”

In dieser Saison ist die Konstellation noch komplizierter, denn Atletico Madrid steht diesmal zwischen Barca und Real. Im Klartext: Lässt Barca auch diesmal punkte gegen Espanyol, müsste auch Atletico beim bereits fest stehenden Absteiger Levante Federn lassen, damit Real Madrid Meister werden kann. Die Königlichen haben es noch dazu mit dem FC Valencia zu tun. Valencia kann zwar nicht mehr absteigen, hat aber auch keine Optionen mehr nach oben. Man darf deshalb gespannt sein, wie das Team im Bernabeu-Stadion auftritt. Derzeit ist alles denkbar: Von einer Gala, um der Welt zu zeigen, was Valencia alles könnte, wenn man nur wollte. Oder ein schlapper Abgang, über den sich auch niemand mehr wundern würde.

Fakt ist allerdings, dass auch am Freitag in Spanien nur über den internationalen Fußball geredet wird. Vor allem die Chancen von Real und Atletico werden derzeit ausgelotet. Jorge Valdano, der ehemalige Spieler und Generalsekretär Real Madrids, erklärte: “Atletico ist derzeit auf einem Rachefeldzug, sie haben sich erst an Bayern München gerächt, jetzt ist Real im Finale dran.” Kaum zu glauben, dass dies Atleticos Trainer Diego Simeone anders sieht. Wie Real das Abwehrbollwerk Atleticos knacken und gleichzeitig die extrem gefährlichen Konter der Colchoneros verhindern will, ist die große Preisfrage, die Reals Coach Zinedine Zidane knacken muss.

Die Zeitung “Marca” überbietet sich am Freitag mit Lobeshymnen auf den Franzosen. Zidane, so heißt es, habe Anfang Januar schließlich keinen Mannschaft übernommen, sondern eine Ruine, die am Boden lag. Dazu einen Club, der gerade von der FIFA mit einem Transferverbot belegt worden war und auch dem Pokal am grünen Tisch ausschied, weil mit Denis Cherychev ein gesperrter Spieler in Cadiz auflief. Dass der Club jetzt weiter um die Liga mitkickt und im Finale der Königsklasse steht, gilt allgemein als Verdienst Zidanes. Zitat: “Viele dachten, Zidane sei nur ein Posterboy. Aber er ist aus dem Poster herabgestiegen und hat sich als Top-Trainer entpuppt.”

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