FC Barcelona: Laporta und Cruyff toben! “Barça eine Sekte”

Wie der frühere Vereinschef mitteilte, lässt er den Beschluss einer Mitgliederversammlung zu einer Klage-Erhebung vor Gericht anfechten.

Der separatistische Politiker, der im November ins katalanische Parlament gewählt werden will und Katalonien von Spanien abspalten möchte, beschimpfte den neuen Präsidenten Barças sowie die Entscheidung, ihn zu verklagen, als “neidisch, unwürdig, unmoralisch und sektiererisch”.

Die Barça-Delegierten hatten am Samstag in einer beispiellosen Entscheidung mit knapper Mehrheit dafür votiert, den Ex-Präsidenten des spanischen Fußballmeisters wegen angeblicher finanzieller Unregelmäßigkeiten zu verklagen.

Laportas Freund Johan Cruyff kam ihm in seiner Zeitungskolumne wie meistens zu Hilfe: “Wie können nur rund 1.000 Delegierte über so eine wichtige Frage entscheiden?”

Dabei geht es um nicht deklarierte Verluste von knapp 48 Millionen Euro. Laporta soll in seiner Amtszeit Vereinsgelder unter anderem für Luxusrestaurants oder Flüge in Privatjets ausgegeben haben.

Der Ex-Barça-Chef begründete seine Gegenklage damit, dass er auf der Delegiertenversammlung nicht die Gelegenheit gehabt habe, seine Bilanzen zu rechtfertigen. Der Beschluss, ihn vor Gericht zur Rechenschaft zu ziehen, sei daher illegal.

Er wolle erreichen, dass die Abstimmung für ungültig erklärt werde und die Versammlung wiederholt werden müsse, sagte Laporta. “Wenn ich meine Zahlen hätte erläutern dürfen, hätten die Mitglieder meine Bilanzen gebilligt.”

Foto: laporta2010.cat