FC Barcelona: Gerard Piqué gibt Gas! “Ich will immer, dass Real Madrid verliert”

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Über Gerard Piqué kann man denken, was man will. Auch sagen. Aber eins nicht: Dass er sich hinter dem Mainstream versteckt, um sich beliebt zu machen. Fakt ist: Piqué hat eine eigene Meinung, fast immer, und er hält seinen Kopf dafür hin.

Jetzt erklärte er auf eigenen Wunsch vor der Presse seine Meinung zu den Pfiffen gegen ihn bei Auftritten mit der Nationalmannschaft. Und sagte Erstaunliches, das auch in der Politik Spaniens hilfreich sein könnte. Sogar in Katalonien, einem Teil des Königreichs Spanien.

Piqué erklärte: “Das letzte was ich tue, ist meinen Rücktritt aus der Seleccion zu erklären. Ich habe hier viele tolle Spiele gespielt und Erfolge gefeiert, ich bin froh darüber.” Von nationalistischen Gefühlen in Richtung Katalonien keine Spur: “Über Spekulationen wie die katalanische Nationalelf rede ich nicht.” Und: “Die Pfiffe erkläre ich mir aus der Rivalität zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona, das hat nichts mit Politik zu tun.”

Nie für Geld gespielt

Den Nationalisten auf beiden Seiten, die Madrid mit Spanien gleich setzen sowie Barcelona mit Katalonien zeigte Piqué damit die rote Karte. Fakt ist: Ein Mensch wie Piqué kann überzeugter Barca-Spieler sein und Katalane – und darüber hinaus für Spanien spielen, und das aus Überzeugung. Pique: “Für Geld oder den Ruhm habe ich nie für Spanien gespielt, bei Barca verdiene ich 50 Mal mehr als für Spanien, und Titel habe ich mit Barca auch schon genug gewonnen.”

Dabei zeigte Piqué sogar Selbstkritik: “Die Meisterfeier mit Barca in diesem Jahr war nicht wirklich elegant, ich hätte das mit Kevin Roldan nicht sagen müssen. Aber wir Spieler sind nicht immer elegant, manchmal tragen wir halt Flip-Flops.” Gemeint war der Dank Piqués an den kolumbianischen Sänger, der zum Unfrieden bei Real Madrid beigetragen hatte, nachdem er Stargast bei der Geburtstagsfeier von Cristiano Ronaldo war. Real hatte gerade hoch gegen Atletico Madrid verloren – und Roldan postete die Fete brühwarm in Echtzeit ins Internet, die Fans waren außer sich, die Presse hatte ein Dauerthema.

Immer Einsatz für Spanien gezeigt

Piqué dazu: ” Klar, dass ich mich über Niederlagen Reals freue, am liebsten hätte ich, wenn Real immer verlieren würde. Und wenn ich im Bernabeu-Stadion ausgepfiffen werde, klingt das für mich wie eine Symphonie. Aber nur, wenn ich für Barca spiele. Nicht, wenn ich mit der Nationalelf komme. So war es doch auch in den vergangenen Jahren. Ich hatte mich immer dafür ausgesprochen, dass die Katalanen über ihr Land selbst entscheiden können – und nie hat mich jemand ausgepfiffen, wenn ich mit der Seleccion gespielt habe. Deshalb geht es meiner Meinung nach nicht um Katalonien und Spanien. Ich habe für die Seleccion immer alles gegeben. 2003 habe ich angefangen, für die U-15 zu spielen, und seither habe ich immer Einsatz gezeigt. Meine Meinung zu Real Madrid und Barca werde ich aber deshalb nicht ändern, so bin ich eben.”

Zu den Kritiken der letzten Tage hatte Piqué dann auch wieder lustige Kommentare übrig: “Mir macht das nichts aus, gestern war ich Pilze suchen, und wenn es weiter regnet, wachsen vielleicht sogar noch mehr aus dem Boden. Gestern haben wir drei Körbe voll gemacht. Mal schauen, ob jetzt auch noch meine Sperre aufgehoben wird und ich gegen Atletico spielen darf.” Und: “Mir geht es sehr gut. Sportlich läuft es prima, das war ja nicht zu erwarten, weil ich in der Liga gesperrt bin. Deshalb war ich ein wenig in Sorge. Aber ich bin ein positiver Typ und glücklich.”

Zu seinem angeblich schwierigen Verhältnis zu Sergio Ramos sagte er: “Ich verstehe mich fantastisch mit Iker Casillas, mit Ramos nicht ganz so. Aber unser Verhältnis war nie besser als heute. Wir werden uns zusammensetzen und reden, so einfach ist das.”

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