Quasi zeitgleich mit der breiten Verfügbarkeit des Internets Mitte der 1990er Jahre verlagerte sich das Glücksspiel nach und nach aus den traditionellen Casinos ins Internet. Zu zahlreich sind die Vorteile, wenn man online auf Gewinnjagd geht, anstatt sich ins Auto zu schwingen und die nächste Spielbank aufzusuchen.

Nicht nur, dass man sich die An- und Abreise sparen kann. Auch die deutlich besseren Auszahlungsraten, durch die sich Einsätze viel mehr lohnen, sind ein unschlagbares Argument für Casinoplattformen im Netz. Und nur dort werden auch Promotionen angeboten, wie man sie etwa mit dem Vulkanbet Bonus Code in Anspruch nehmen kann. Vielfach muss noch nicht einmal eigenes Geld in die Hand genommen werden, um ein paar Freispiele oder ein kleines Startguthaben zur Verfügung gestellt zu bekommen.

Doch egal, ob Online Casino oder Spielhalle vor Ort – eine staatliche Lizenz bzw. Konzession ist zwingende Voraussetzung, um Glücksspiele legal anbieten zu können. Durch sie wird sichergestellt, dass gewisse Regeln für den Umgang mit Kunden und Geld, aber auch hinsichtlich der Fairness bei den Spielen und bezüglich des Spielerschutzes eingehalten werden. Die Lizenzerteilung ist alles andere als einfach und die Einhaltung aller Vorschriften wird regelmäßig kontrolliert, weshalb Casinobetriebe, die eine staatliche Betriebserlaubnis haben, grundsätzlich als vertrauenswürdig gelten dürfen.

Leider gibt es auch einige Quertreiber, die das Gesetz nicht achten und ohne Lizenz arbeiten. Was bei landbasierten Spielhallen eher unwahrscheinlich ist, kommt im Internet gar nicht so selten vor. Daher ein Wort der Warnung: Spielen Sie niemals bei Anbietern, die nicht unter staatlicher Kontrolle stehen! Sie haben im Zweifelsfall keine Möglichkeit, gegen solche Unternehmen vorzugehen, wenn Ihnen beispielsweise Gewinne nicht ausgezahlt werden.

Warum eine Glücksspiellizenz wichtig ist, sollte nun klar sein. Was es sonst noch Wissenswertes darüber zu erzählen gibt, erfahren Sie in den nächsten Abschnitten.

Wie traditionelle Casinos ihre Lizenz bekommen

In Deutschland gelten für die Eröffnung eines Glücksspielbetriebes je nach Bundesland und Kreis ganz unterschiedliche Voraussetzungen. Grundsätzlich aber muss jeder, der hierzulande eine Spielhalle oder ein Casino betreiben möchte, eine Betriebs- oder Spielhallenerlaubnis der für seinen Standort zuständigen Behörde vorlegen. Außerdem wird eine Konzession benötigt, mit der man bei der Gewerbeanmeldung nachweist, dass man fachlich qualifiziert und charakterlich geeignet ist sowie über angemessene Räumlichkeiten verfügt. Oft müssen Sachkundenachweise erbracht werden, um die Konzession zu erhalten. Die Prüfungen dafür sind kostenpflichtig, ebenso wie die Vorbereitungskurse.

Die deutsche Glücksspiellizenz lässt noch auf sich warten

Seit dem 1. Juli 2021 gilt in Deutschland der neue Glücksspielstaatsvertrag, mit dem vor allem das Spiel im Internet nun endlich bundesweit einheitlich geregelt wird. Die aktuellen Regelungen sollen in erster Linie dem Spielerschutz dienen, schränken aber sowohl die Angebote der Casinobetreiber als auch die Möglichkeiten der Nutzer stark ein. So sind in Online Spielhallen beispielsweise nur noch Slots erlaubt, Tischspiele dürfen nicht mehr angeboten werden. Zudem müssen sich Kunden neben einigen weiteren Einschnitten daran gewöhnen, plattformübergreifend nicht mehr als 1.000 Euro pro Monat investieren zu dürfen.

Die strengen Vorgaben bedeuten tatsächlich ein hohes Maß an Sicherheit, was sehr wahrscheinlich viele Spieler in Casinos mit deutscher Lizenz treiben wird. Nicht wenige Glücksspielplattformen bemühen sich deshalb um eine der begehrten Konzessionen und erfüllen bereits jetzt deren Voraussetzungen. Allerdings werden deutsche Lizenzen wohl erst ab dem 1. Januar 2023 vergeben, weil sich die Glücksspielbehörde der Länder, die für die Erteilung zuständig ist, noch im Aufbau befindet.

Die Lizenz aus Curaçao ist europäisch

Wer sich des Öfteren in Online Casinos aufhält, dem sind bestimmt schon die Lizenzen aus Curaçao aufgefallen. Neben den Betriebserlaubnissen, die von der Malta Gaming Authority ausgegeben werden, sind sie mit Abstand am häufigsten auf Glücksspielplattformen im Netz zu finden. Allerdings ist Curaçao eine Karibikinsel. Wie kann es dann sein, dass die dort ausgestellten Lizenzen für europäische Spieler gelten?

Die Antwort ist recht einfach. Curaçao gehört zum Königreich der Niederlande und wird daher mit der Europäischen Union assoziiert, auch wenn es nicht zum europäischen Staatenverbund gehört. In einem Online Casino mit Curaçao-Lizenz zu spielen, ist also absolut unbedenklich.

Der Konflikt zwischen deutschem und europäischem Recht bleibt bestehen

Während die meisten Internet Spielhallenbetreiber anführen, nach europäischem Recht legal zu handeln, wenn sie Glücksspiele in Deutschland anbieten, betrachtet die Gegenseite deren Nutzung als illegal. Hier steht die Dienstleistungsfreiheit innerhalb der EU gegen das Monopol des deutschen Staates auf das Glücksspiel. Im Endeffekt gibt es für die deutschen Behörden aber keine Handhabe, etwas gegen die Plattformen ausländischer Anbieter zu unternehmen. Vor allem Spieler, die sich nicht auf die starken Einschränkungen durch das neue Glücksspielgesetz einlassen wollen, werden deshalb weiterhin in Online Casinos mit einer europäischen Lizenz spielen.

In Europa existieren noch viele weitere Lizenzen

Wie bereits erwähnt, arbeitet die große Mehrheit der Online Spielsalons mit Lizenzen aus Malta oder Curaçao, die europaweit Gültigkeit haben. Es gibt jedoch auch einige national gültige Lizenzen. Im Vereinigten Königreich wird das Glücksspiel beispielsweise durch die UK Gambling Commission reguliert und in Schweden vergibt die Spelinspektionen entsprechende Konzessionen. Weiterhin begegnet man auch Lizenzen der Gibraltar Regulatory Authority und der Isle of Man Gambling Commission.