Adolfo Suarez: Spanien und Juan Carlos sagen Adiós – und weinen! “Kilometerlange Warteschlange”

König Juan Carlos und Königin Sofía sowie die anderen Würdenträger des Staates erwiesen dem «Vater der spanischen Demokratie» am Montag im Parlament die letzte Ehre. Dort war der Sarg des ersten frei gewählten Regierungschefs nach dem Ende der Franco-Diktatur (1939-1975) aufgebahrt worden.

Der Politiker war am Sonntag im Alter von 81 Jahren an den Folgen eines Demenzleidens gestorben. Tausende Spanier bildeten eine kilometerlange Warteschlange vor dem Parlament, um dem früheren Regierungschef die letzte Ehre zu erweisen. Suárez hatte von 1976 bis 1981 in Spanien regiert und maßgeblich dazu beigetragen, dass dem Land nach dem Ende des Franco-Regimes ein friedlicher Übergang zur Demokratie gelang.

Politiker aller Parteien würdigten Suárez als einen großen Staatsmann. Der Madrider Flughafen wird künftig den Namen des Politikers tragen. Dies entschied das Madrider Verkehrsministerium auf Vorschlag von Ministerpräsident Mariano Rajoy. Der Airport wird künftig «Adolfo-Suárez-Flughafen Madrid-Barajas» heißen. Der König verlieh Suárez auf Vorschlag der Regierung posthum den höchsten zivilen Verdienstordens des spanischen Staates.

Der Ex-Ministerpräsident soll an diesem Dienstag in Avila, der Hauptstadt seiner Heimatprovinz, beigesetzt werden. Er wird seine letzte Ruhestätte im Klostergang der Kathedrale erhalten. Dort befindet sich auch das Grab des renommierten Historikers Claudio Sánchez-Albornoz, der von 1962 bis 1971 an der Spitze der republikanischen Exilregierung gestanden hatte.