Zapatero verzweifelt: “Wir müssen Vertrauen schaffen”

"Das ist bisher nie dagewesen", freute sich Spaniens Regierungschef Zapatero. Sein Credo mit einem leicht verzweifelten Unterton lautet: "Wir müssen höchst möglichstes Vertrauen schaffen. Das erreichen wir durch Transparenz." Er kündigte gleichzeitig an, ein Teil der spanischen Sparkassen werde umgebaut.

Beim EU-Gipfel am Donnerstag in Brüssel machte die Nachricht die Runde, wonach die spanische Finanzbranche etwa 30 Milliarden Euro aus dem heimischen Sanierungsfonds in Anspruch nehmen könnte. Von Europa und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) will Madrid nichts – noch nichts.

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Die Europäer hatten erst im Mai mit dem IWF einen riesigen Rettungsschirm von 750 Milliarden Euro geschaffen – der notfalls auch Spanien zugutekommen könnte. Bisher kann sich aber Madrid problemlos an den Märkten refinanzieren.

Die EU versuchte, bei ihrem Sommergipfel zur Normalität zurückzufinden. Das gelang nur bedingt, denn die Schuldenkrise ist noch lange nicht ausgestanden. Das Motto in Brüssel hieß deshalb: "Sparen, Sparen, Sparen". Ein Zwang, mit dem sich die Europäer in den kommenden Jahren abfinden müssen.  (dpa, SAZ; Foto: PSOE)