Wohnen in Deutschland – es geht auch günstig

Die Aufregung mag in weiten Teilen berechtigt sein, dennoch gibt es verschiedene Möglichkeiten, mit denen sich die Wohnungssuche deutlich einfacher gestaltet.

Unverhältnismäßiger Mietpreisanstieg in Großstädten
In Berlin, München und Hamburg gingen in den letzten Wochen bereits mehrfach Tausende Menschen auf die Straße, um ihrem Unmut über die gegenwärtige Situation auf dem Wohnungsmarkt Ausdruck zu verleihen. Gerade Studenten und Auszubildende sind betroffen, wenn sie in eine neue Stadt ziehen und sich nicht mal ein WG-Zimmer leisten können, ohne dafür die Eltern oder das BAföG-Amt um Hilfe zu bitten. Die Mieterhöhungen belaufen sich innerhalb nur weniger Jahre auf 20 Prozent und mehr, was junge Erwachsene ebImmer wieder rückt in Deutschland das Thema Wohnen in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Meistens anlässlich einer neuen Statistik, die verdeutlicht, wie teuer die Mieten vor allem in den Großstädten sind.enso belastet wie einkommensschwache Familien. Die gängige Praxis der Eigentümer, ein Gebäude zu sanieren, um im Anschluss daran die Quadratmeterpreise kräftig zu erhöhen, gibt es vielerorts und führt zu einem Wandel ganzer Stadtteile. In studentischen Szenevierteln entstehen plötzlich hochmoderne Eigentumswohnungen, die vermögende Unternehmer und Familien anlocken. Gemütliche Cafés müssen weichen und exklusive Designerläden ziehen stattdessen ein; ganze Stadtteile verändern ihr Gesicht.

3 Tipps, um an eine bezahlbare Wohnung zu kommen

Auch wenn die Situation auf dem Immobilienmarkt nicht gerade rosig aussieht, gibt es doch immer noch verschiedene Möglichkeiten, trotzdem ein schönes und bezahlbares Zuhause zu finden. Drei Tipps haben wir hier einmal zusammengetragen.

Eine Wohngemeinschaft gründen.
Zugegeben, nicht jeder wird sich mit diesem Gedanken anfreunden können, doch gerade Zugezogene sehen hierin aber eine gute Möglichkeit, neue Bekanntschaften zu schließen. Der größte Vorteil besteht natürlich in der Ersparnis, wenn man eine Wohnungsmiete einfach durch drei oder vier teilt. Auch die Einrichtung kann kostengünstig zusammengewürfelt werden und die Bewohner können sich stets mit Rat und Tat zur Seite stehen. Wichtig ist dabei natürlich, dass es zwischenmenschlich passt und man ungefähr auf einer Wellenlänge liegt. WGs sind übrigens nicht nur für Studenten geeignet. Auch im fortgeschrittenen Erwachsenenalter kann eine solche Form des Zusammenlebens durchaus Vorteile mit sich bringen.

Online suchen.
Manchmal findet sich auch nach geduldigem Suchen in Wochenblättern einfach kein Wohnungsinserat, das den persönlichen Vorstellungen entspricht. Oder man nimmt Kontakt auf, ist aber letztendlich nicht vom Glück gesegnet, wenn eine Vergabe stattfindet. Alternativ sollte man sich einfach mal im Internet umschauen. Onlineportale wie www.immowelt.de bieten eine deutlich größere Auswahl als jedes Lokalblatt und ermöglichen dank zahlreicher Bilder und Details sogar fast so etwas wie eine virtuelle Besichtigung.

Beziehungen spielen lassen.
Kommt man in eine Stadt, in der bereits Freunde oder Bekannte wohnen, sollte man hier unbedingt Kontakt herstellen. Dank sozialer Vernetzung findet man über ein paar Umwege und Ecken fast immer jemanden, der jemanden kennt, der eine Wohnung zu vergeben hat. In einem großen Bekanntenkreis zieht immer irgendwer gerade um oder sucht einen Nachmieter, weshalb sich auch auf diesem Weg möglicherweise eine neue Bleibe finden lässt.