Verunglückte Spanair: Erster Start wurde von der Crew abgebrochen

Beim Start fing eines der Triebwerke der Spanair-Maschine Feuer. Bei der folgenden Notlandung ist die Maschine dann über die Rollbahn hinausgeschossen und in Brand geraten. 

Die Maschine des Typs McDonnell Douglas-82 war auf dem Weg nach Las Palmas auf der Urlauberinsel Gran Canaria. 

An Bord der im Rahmen eines Kooperationsfluges auch für die Lufthansa fliegenden Maschine waren laut Spanair 166 Passagiere und neun Besatzungsmitglieder.

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Verspätung wegen technischer Probleme

Angehörige der Passagiere von Flug JK 5022 berichteten jetzt von diversen Handy-Anrufen. So sollen einige Fluggäste ihre Familien über die Möglichkeit unterrichtet haben, dass der Start möglicherweise abgebrochen wird. Es habe "technische Probleme" gegeben, wie ihnen mitgeteilt wurde. 

Das Flugzeug hätte bereits gegen 13 Uhr starten sollen. Der Start verzögerte sich allerdings um mehr als eine Stunde. Man sah keine Veranlassung dazu, die Passagiere in eine andere Maschine zu verlegen. 

Mittlerweile wurde bekannt, dass ein erster Start tatsächlich abgebrochen worden war. Es stellt sich die Frage, warum sich der Pilot letztendlich doch zum Start entschlossen hat. 

Mittlerweile wurde die Black Box gefunden, die Aufschluss über die möglichen Ursachen des Unglücks geben kann. Die Maschine flog laut Spanair neun Jahre im Dienste der spanischen Airline und war 15 Jahre alt. Der letzte Check soll im Januar stattgefunden haben.

Hotline für die Angehörigen

Unklar war auch Stunden nach dem Unglück die genaue Zahl der Opfer. Behörden haben jetzt 151 Tote bestätigt (Quelle: Emergencias de Madrid). Die Krankenhäuser melden 20 Überlebende.

Spanair richtete eine Info-Hotline ein, bei der sich besorgte Angehörige möglicher Insassen melden können. Die Nummer lautet: 0034 800 400 200. 

Der spanische Ministerpräsident José Luis Rodriguez Zapatero unterbrach seinen Urlaub und reiste nach Madrid zurück. 

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