Das mit Abstand größte Spektakel in Valencia, die Fallas, fand seinen krönenden Abschluss. 

Insgesamt 776 Pappmachee-Figuren gingen in der Nacht zum Donnerstag in Flammen auf und läuteten somit symbolisch den Frühling ein.

Von einem Jahr harter Arbeit und verbauten Materialien im Wert von etwa 10,6 Millionen Euro blieben nur noch Schutt und Asche übrig. Eingeleitet wurde die Nacht des Feuers gestern Abend mit dem letzten Böllerkonzert, der mascletá, auf dem Rathausplatz. Bereits um zehn Uhr wurden die 386 Kinderfallas entzündet.

Kaum hatten sich die Rauchschwaden verzogen, starben auch die großen Fallas in ganz Valencia um Mitternacht den Flammentod. Mehr als 1,2 Millionen Touristen aus aller Welt besuchten in diesem Jahr das Feuerspektakel. Als Sieger unter allen Figuren ging zum fünften Mal in Folge die Falla des Vereins "Nou Campanar" hervor. Auch in diesem Jahr sprengte der Verein mit seiner Falla wieder alle Rekorde.

Abgesehen von den riesigen Ausmaßen, war es mit etwa 900.000 Euro Materialkosten auch die teuerste Figur in diesem Jahr. Jetzt muss die Stadt schnell von den Überresten der Fallas befreit werden, um die traditionellen Prozessionen an den bevorstehenden Osterfeiertagen nicht zu behindern. Nach dem Putzen beginnt die Arbeit der Fallasvereine wieder von vorn. Bereits jetzt werden Pläne für die nächste Fallas-Figur im kommenden Jahr ausgearbeitet.