Terroranschlag Madrid: 1.000 Jahre Haft für ETA-Mörder

Das für Terrorismus zuständige Gericht, die Audiencia Nacional, sprach das Urteil am Freitag wegen „terroristischen Mordes“ und versuchten Mordes.

Bei dem Anschlag waren Ende Dezember 2006 zwei Menschen getötet und rund 40 verletzt worden. Die drei Verurteilten müssen den Familien der Todesopfer aus Ecuador bis zu 700.000 Euro Schmerzensgeld zahlen.

Mattin Sarazola, Igor Portu und Mikel San Sebastian erhielten jeder Haftstrafen von 1.040 Jahren. Die Haftjahre sind symbolisch, die maximale Gefängnisdauer liegt in Spanien bei 40 Jahren.

Der Anschlag auf den Madrider Flughafen Barrajas hatte zu einem Ende der Friedensgespräche der Regierung mit der ETA geführt.

Die von der EU und den USA als Terrororganisation eingestufte ETA kämpft seit vier Jahrzehnten gewaltsam für die Unabhängigkeit des Baskenlandes im Norden Spaniens und im Süden Frankreichs. Sie wird für den Tod von fast 830 Menschen verantwortlich gemacht. (SAZ, dpa)

Foto: Edans (Flickr)