Umschläge mit weißem Pulver, das sich in allen Fällen als harmlos erwies, seien auch in den Büros von mehr als 40 US-Gouverneuren eingegangen, teilten die US-Behörden am Mittwoch mit. In Madrid wurde die US-Botschaft zeitweise weiträumig abgesperrt.

Die verdächtigen Umschläge seien bislang in 15 europäischen Botschaften, unter anderem in Bern, Brüssel, Rom, Bukarest, Dublin, Oslo und Riga, eingegangen, erklärte US-Außenamtssprecher Robert Wood in Washington. 

Bei ersten Tests sei aber keine gefährliche Substanz gefunden worden. Das Testergebnis von dem Umschlag in der US-Botschaft in Den Haag stand demnach noch aus.

Auch in mehr als 40 Gouverneursbüros wurden seit dem 8. Dezember Umschläge mit verdächtigem, aber ebenfalls ungefährlichem weißem Pulver entdeckt, wie die US-Bundespolizei FBI mitteilte. 

Alle Briefe seien aus Texas abgeschickt worden. Vor einer Woche hatte das FBI mitgeteilt, dass die ehemalige republikanische Kandidatin für das US-Vizepräsidentenamt, Sarah Palin, und sieben weitere Gouverneure solche Briefe erhalten hatten. 

Im Jahr 2001 hatten Briefe, die den Milzbranderreger Anthrax enthielten, in den USA fünf Menschen getötet und die Bevölkerung in Angst versetzt.

Die Berliner Polizei war bereits am Dienstag im US-Generalkonsulat im Einsatz, nachdem Mitarbeiter der Poststelle der Auslandsvertretung einen Brief mit weißem Pulver gefunden hatten. 

Der Fundort wurde weiträumig abgesperrt, bis Fachleute des Landeskriminalamts das Pulver als ungefährlich einstuften. Weitere Untersuchungen des Pulvers wurden veranlasst. Der Polizeiliche Staatsschutz leitete Ermittlungen wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten ein.

In Madrid löste der Fund eines verdächtigen Umschlags in der US-Botschaft am Mittwoch einen Großeinsatz der Polizei aus. 

Zahlreiche Beamte sperrten das Gebäude im Zentrum der spanischen Hauptstadt weiträumig ab, wie die Polizei mitteilte. Auch Spezialkräfte für Chemie- und Biowaffen und Fachleute der Feuerwehr waren im Einsatz. 

Anliegende Straßen wurden für mehrere Stunden gesperrt. Nach Erkenntnissen der spanischen Polizei handelte es sich bei dem weißen Pulver um Mehl. Weitere Tests wurden angeordnet. In Rom und Bukarest blieben die Konsularabteilungen der US-Botschaften wegen der Brieffunde am Mittwoch geschlossen.

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