Schuster: “Ich will nur noch verheiratete Spieler”

Bernd Schuster auf den Spuren von Otto Rehhagel? In einem Dossier an seinen Verein Real Madrid hat der deutsche Trainer gefordert, in Zukunft nur noch verheiratete Spieler zu verpflichten. Das berichtet die Sportzeitung Marca, die üblicherweise sehr gut über die Vorgänge bei den Königlichen informiert ist.

Schon Otto Rehhagel, weiland Trainer bei Werder Bremen, Bayern München und dem 1. FC Kaiserslautern, hatte für verheiratete Kicker eine Vorliebe. Denn diese, so pflegte der Fußball-Lehrer zu dozieren, seien mental stabiler und weniger anfällig für nächtliche Eskapaden.

Rehhagel hatte mit seiner Taktik Erfolg: Zuletzt führte er die griechische Nationalmannschaft zur Europameisterschaft, davor wurde er mit Kaiserslautern als Aufsteiger sofort Deutscher Meister, und mit Werder Bremen gewann er Meisterschaften, DFB-Pokale und den Europapokal. Nur die Bayern wussten mit dem Trainer-Guru nichts anzufangen – vielleicht weil zu viele ihrer Spieler damals auf Brautschau unterwegs waren? 

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Robinho, Ronaldo, Roberto Carlos, Beckham … die lange Liste nächtlicher Eskapaden

Auch bei Real Madrid gab und gibt es nächtliche Eskapaden zuhauf – zuletzt fiel der Braslianer Robinho ungut auf, als er eine Länderspielreise in die Heimat für ausgiebige Festivitäten nutzte. Schuster hatte tagelang nichts anderes zu tun, als Robinho vor aufgebrachten Fans und Vereinsfunktionären zu schützen, die ihn hart bestraft sehen wollten. Schuster entschied sich für Milde – und Robinho dankte es ihm bisher mit Toren.

In früheren Zeiten waren es Berichten zufolge vor allem Ronaldo und Roberto Carlos, die im Nachtleben der europäischen Metropoloen gesichtet wurden. Auch David Beckham fiel auf.

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