Robben und Sneijder rächen Ghana: “Keiner will Urus sehen”

Der Übeltäter, in diesem Fall Suarez, jubelt nach dem verschossenen Elfer vor dem Kabinengang, weil er genau weiß, dass er mit seinem Handspiel sein Team gerettet hat. In Uruguay tanzen die Menschen, und in Ghana weint ein ganzes Volk.

Ich finde nicht, dass die Sache damit aus der Welt ist, dass Suarez jetzt für ein Spiel oder zwei gesperrt wird. Eine klare Lücke im Regelwerk, wie ich finde. Das Tor müsste zählen, Suarez zusätzlich bestraft werden.

Den Ghanaern wurde von Suarez ein sicheres Tor genommen, dafür bekamen sie vom Schiri die Chance, per Elfmeter eins zu schießen. Ein schlechter Handel, wie sich herausstellte, der "Rechtsstaat" versagt.

Der Ghanaer, der den Ball verschossen hat, wird sein Leben lang leiden, Suarez sein Leben lang lachen. Ist das etwa gerecht? Finde ich nicht, ich habe da eher Mitleid mit dem Opfer als Verständnis für den Täter. Im übrigen nicht nur im Fußball.

Ich weiß wohl auch, dass Recht (Regelwerk) und Gerechtigkeit nicht immer passen können, aber man sollte sich doch annähern, oder? Schließlich will man Regelverstöße doch vermeiden und nicht fördern …

Man muss schon fast den Holländern dankbar sein, dass sie einfach mal ganz normal einen Kick gewonnen haben, ohne jede Hilfe von außen. Also: Dank je wel, Oranje.

Und jetzt können Robben und Sneijder nicht nur wie gegen Brasilien ihr persönliches Unglück rächen, indem sie Real Madrids Neuzugang Kaká eliminiert haben (für den sie selbst ja weichen mussten).

Nein, sie können sogar global für Gerechtigkeit sorgen. Also viel Glück gegen Uruguay.  Denn die will ich nun beim besten Willen nicht im Endspiel sehen. (Foto: As)

Cordial Saludo Don Guillermo

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