Regierungschef Zapatero wird ausgebuht

„Zapatero raus!“ riefen viele Schaulustige am Paseo de la Castellana, einer wichtigen Hauptstraße der spanischen Hauptstadt. Einem

staatlichen Rundfunksender zufolge kamen viele Buhrufe aus den Reihen der geladenen Gäste auf den Tribünen. Demnach saßen dort unter anderem Angehörige der spanischen UN-Soldaten, die Ende Juni bei einem Anschlag im Libanon ums Leben gekommen waren. Es war das dritte Jahr in Folge, dass Zapatero während des spanischen Nationalfeiertags Buhrufe von in erster Linie konservativen erntete.

Anders als Zapatero wurde Spaniens König Juan Carlos vom Publikum gefeiert. Laut einer am Freitag in der konservativen Tageszeitung ABC veröffentlichten Umfrage sind 80 Prozent der Spanier der Meinung, dass ohne den König ein Wandel zur Demokratie nach dem Franco-Regime (1939-1975) nicht möglich gewesen wäre. Eine breite Mehrheit der Befragten (69 Prozent) plädierte für eine parlamentarische Monarchie, 22 Prozent für eine Republik.