Real Madrid: Toni Kroos von U-Boot und Benítez versenkt, Cristiano Ronaldo taucht ab!

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Nach der neuerlichen Pleite in Villarreal weiß man bei Real Madrid keinen Rat mehr. Sogar die Spieler finden, dass man so wie am Sonntag nicht auftreten kann. Die Frage lautet also: Warum tun sie es dann?

Fakt ist, dass Real in der ersten Halbzeit nicht stattfand. Keine Torchance, kein Einsatz, keine Ideen. Stattdessen viel Glück, dass es nicht schon in der Halbzeit 4-0 für Villarreal stand. Das U-Boot aber setzte nur einen Torpedo ins Netz der Königlichen, Roberto Soldado hatte eingenetzt.

Nach der Pause dann legte Real los wie die Feuerwehr, also wollte man die ganze Intensität eines Fußballspiels in die zweite Hälfte legen. Ein paar Chancen sprangen sogar dabei heraus, auch wenn das Spiel Real eher chaotisch blieb. Aber Karim Benzema vergab vier Gelegenheiten, Cristiano Ronaldo hatte erst gar keine richtige Torchance.

Pepe: “Um ein Spiel zu gewinnen, muss man mehr Teamgeist zeigen”

Gareth Bale war noch der Beste Angreifer Reals, was allerdings schon recht bezeichnend ist. Denn der Waliser spielte vom Niveau her wie sonst. Also nicht wirklich berauschend. Am Ende stellte ihn Trainer Rafa Benitez auf die Position des linken Verteidigers, weil sich Marcelo wieder einmal verletzte. So oder so schlug Bale unverdrossen seine Flanken in den Strafraum Villarreals, ohne dass dort allerdings einer geständen hätte, den die Bälle erreicht hätten.

Verteidiger Pepe ging nach dem Match hart mit seiner Mannschaft ins Gericht: “Um ein Spiel zu gewinnen, muss man mehr Teamgeist zeigen”, so der Portugiese, der noch am ehesten Zerknirschung zeigte. Seine Kollegen wirkten schon fast ratlos. Genauso wie Trainer Benitez. Der Spanier sagte: “Es ist eigentlich unerklärlich, was in der ersten Halbzeit passiert ist. In der zweiten Hälfte hat man ja gesehen, dass wir auch anders können.”

Benítez: “Wir bleiben das Team, das die meisten Torschüsse produziert”

Und dann erklärte Benitez das eigentlich Unfassbare an der aktuellen Situation Reals: “Wir bleiben aber das Team, das die meisten Torschüsse produziert.” Als wäre das schon einen Preis wert. Fakt ist stattdessen: Real Madrid hat nach 15 Spielen der Saison sage und schreibe 23 Tore weniger auf dem Konto als vor einem Jahr unter dem geschassten Coach Carlo Ancelotti.

Dem hatte zuletzt Toni Kroos in einem Interview mit der ZEIT noch ein Denkmal gesetzt, in dem er den Italiener als besten Trainer bezeichnete, mit dem er bislang in seiner Karriere zusammen gearbeitet hat. Vielleicht setzte ihn Benitez deshalb zum Dank in Villarreal nur auf die Bank? Kroos schaute jedenfalls 90 Minuten lang nur zu, sein Ersatzmann Casemiro spielte eines seiner schlechtesten Spiele der Saison. Impulse aus dem Mittelfeld kamen bei Real jedenfalls nicht. Aber das war zuletzt auch mit Kroos nicht viel anders. Im spanischen Radio erklärte Ex-Coach Bernd Schuster: “Benítez hat Kroos kalt gemacht.”

Und so ist die Situation für Real einigermaßen trostlos. Zwar hat der FC Barcelona in den letzten zwei Spielen vier Punkte liegen gelassen, am Wochenende gab es gegen Deportivo La Coruna nur ein 2-2. Aber Real liegt jetzt schon fünf Punkte hinter Barca. Und Atletico Madrid. Die Colchoneros schlugen am Sonntag Athletic Bilbao mit 2-1 und sind jetzt punktgleich mit Barca an der Tabellenspitze. Kaum zu glauben, dass sich Real da noch mal heranpirscht. Oder?

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