Frankfurt (Oder) (ots) –

Vor etwa einem Jahr wurden Qualitätsverträge mit drei bedeutenden Krankenkassen – der BARMER, der DAK-Gesundheit und der Techniker Krankenkasse (TK) – abgeschlossen. Mittlerweile beteiligen sich 29 Krankenkassen an diesem Programm. Im Fokus stehen dabei operative Eingriffe, bei denen bei ausgeprägter Arthrose erstmals Endoprothesen im Hüft- und Kniegelenk eingesetzt werden. Von diesem innovativen Ansatz profitierten bisher 56 Patientinnen und Patienten im Klinikum Frankfurt (Oder), deren Ziel es ist, die Qualität der medizinischen Behandlung und der Ergebnisse sowohl in der frühen Phase nach der Operation, wie auch in der Nachsorge langfristig zu verbessern. Zwei von ihnen sind Angelika Schulze und Karl Heinz Herok.

Dr. med. Thilo Hennecke, Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Michael Koczak, Leitender Oberarzt der Klinik für Orthopädie sowie Erke Schneewolf, Case-Managerin, geben Einblick in die Vorteile dieses Qualitätsprogrammes.

Wo sehen Sie den entscheidenden Vorteil?

Dr. med. Thilo Hennecke: Ein wesentlicher Vorteil liegt im fließenden Übergang von dem klinischen Aufenthalt über die Rehabilitation bis hin zur Nachsorge. Durch minimalinvasive und gewebeschonende Operationstechniken in Verbindung mit modernen Methoden der Schmerztherapie ermöglichen wir eine frühzeitige Vollmobilisation ab dem ersten Tag und einen kurzen Klinikaufenthalt von insgesamt 4-6 Tagen. Die Patientinnen und Patienten erhalten zusätzlich die Möglichkeit ein langfristiges spezielles Übungsprogramm durchzuführen. Dazu wird eine spezielle App auf ihr Handy geladen, wonach sie dann täglich ihre Übungen durchführen. Zudem ist die Begleitung durch unsere Case-Managerin Frau Schneewolf ein wichtiger Bestandteil.

Welche Aufgabe haben Sie als Case-Managerin?

Erke Schneewolf: Ich bin jederzeit für unsere Patientinnen und Patienten erreichbar und begleite sie persönlich über ein Jahr vor, während und nach dem klinischen Aufenthalt und der Rehabilitation in der Nachsorge. Dieses Kontaktangebot wird sehr oft genutzt. Nach der Gelenkversorgung erfolgt die Überleitung in die Rehabilitation und ich stehe als Ansprechpartnerin bei Problemen beispielsweise beim Installieren der Physio-App oder anderen Fragen zur Verfügung. Darüber hinaus organisiere ich auch Schulungen für Patientinnen und Patienten und deren Angehörige.

Wie sind Ihre Erfahrungen mit der OP, Frau Schulze?

„Im Jahr 2018 unterzog ich mich der ersten Hüftoperation an der rechten Seite. Ich erinnere mich noch genau an die Worte von Chefarzt Dr. Hennecke: „Bevor ich in Rente gehe, sehen wir uns nochmal mit der linken Hüfte.“ Diese Worte blieben mir im Gedächtnis, und einige Jahre später begann meine linke Hüfte zu schmerzen. Konservative Behandlungsmethoden, wie die Wärmetherapie brachten keine Linderung, und die Schmerzen verschlimmerten sich. Das Röntgenbild enthüllte eine fortschreitende Arthrose.

Im Mai 2023 suchte ich erneut Dr. Hennecke auf, um die Beschwerden an der linken Hüfte zu besprechen. Kurz darauf erhielt ich bereits den OP-Termin. In Vorbereitung auf den Eingriff begann ich mit dem Treppensteigen, gefolgt von einer gründlichen Untersuchung und schließlich der Operation selbst. „Toll war, dass ich mir während des Eingriffes einen Film ansehen konnte, denn eine Vollnarkose war nicht notwendig“. Nach einem kurzen Aufenthalt auf der Wachstation wurde ich auf die normale Station verlegt. Die Ärzte entließen mich nach der Kontrolle des Röntgenbildes. Da ich mobil noch gut unterwegs bin, konnte ich nach meinem Aufenthalt im Klinikum die Physio-App problemlos bedienen und ich übe immer noch fleißig. Meiner Hüfte geht es super.“

Welche Faktoren spielen eine Rolle für den Behandlungserfolg?

Michael Koczak: Durch den endoprothetischen Ersatz streben wir Schmerzfreiheit, einen Zugewinn an Mobilität und eine Verbesserung der Lebensqualität an. Wesentliche Faktoren für diesen Erfolg sind die frühzeitige Mobilisierung, die direkte Überleitung in die Rehabilitation und die digitale Unterstützung durch eine App für physiotherapeutische Übungen.

Welche Erfahrungen haben Sie gemacht, Herr Herok?

„Ich hatte nachts oft Schmerzen und konnte kaum schlafen. Auch die Physiotherapie half nicht und das Röntgenbild zeigte dann auf, dass eine Hüft-OP erforderlich ist. Meine linke Hüfte wurde operiert – an einem Tag erfolgte die Voruntersuchung, dann die OP, und vier Tage nach der OP wurde ich bereits in die Reha entlassen. Gleichzeitig startete ich mit meinen Übungen auf dem Handy. Direkt nach der OP waren die Schmerzen, die mich nachts so oft quälten, weg. Die Gehstützen habe ich nicht gebraucht, da ich mich schnell alleine auf den Beinen halten konnte. In wenigen Wochen folgt die rechte Hüfte und ich bin äußerst zuversichtlich, da die erste OP sehr gut verlaufen ist und ich schnell wieder mobil war.“

„Wir sind nun auf dem Weg uns als EndoProthetikZentrum der Maximalversorgung (EPZ max.) unter Leitung vom Leitenden Oberarzt Michael Koczak zertifizieren zu lassen“, fügt Chefarzt Dr. Thilo Hennecke hinzu.

Das Klinikum Frankfurt (Oder), einer von fünf Standorten der RHÖN-KLINIKUM AG, ist eine hochmoderne medizinische Einrichtung in Brandenburg mit einem überregionalen Versorgungsauftrag. Das engagierte Team aus exzellent ausgebildeten Ärzten, Pflegekräften und Fachpersonal bietet ein breites, hoch spezialisiertes Untersuchungs- und Behandlungsspektrum. Schwerpunkte sind Gefäßerkrankungen des Gehirns, Tumorerkrankungen, Verletzungen und Verletzungsfolgen sowie Hochrisikoschwangerschaften und – geburten. Das Klinikum arbeitet interdisziplinär und ist als Akademisches Lehrkrankenhaus der Charité-Universitätsmedizin Berlin zertifiziert. www.klinikumffo.de

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Quelle: ots