Ein Sprecher der Polizei in Leicestershire, wo die Eltern Maddies – Gerry und Kate McCann – wohnen, wies darauf hin, dass nur die Freunde der McCanns – die so genannten Tapas Seven – als Zeugen geladen seien. Anwälte seien nicht zugegen. Eine britische Polizeisprecherin: "Sie sind nur Zeugen und können gehen, wann immer sie wollen."

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Kate und Gerry werden nicht verhört – sie reisen nach Brüssel

Die McCanns selbst werden nicht verhört. Was genau gefragt werden soll, ist auf Wunsch der Portugiesen geheim, so die spanische Zeitung El Mundo. Angeblich wollten die Portugiesen auch die Computer der McCanns, Maddies Schmusekatze und Kate McCanns Tagebücher erneut untersuchen, aber dies wird wohl nicht passieren.

Die Gruppe hatte im Mai in Praia da Luz in Portugal Urlaub gemacht. Am Abend des 3. Mai verschwand Maddie, bis heute ist sie nicht wieder aufgetaucht.

NEWS: Daily Express und Daily Star sagen: Sorry, Kate und Gerry McCann

Angeführt von Chef-Ermittler Paulo Rebelo werden die Portugiesen aber keine Fragen stellen, sondern nur bei den Verhören anwesend sein. Dies sieht das internationale Recht so vor. Die McCanns gelten in dem Fall offiziell als Verdächtige. Es wird erwartet, dass die portugiesische Delegation bis Ende der Woche in England bleibt. Auf der Liste der zu Verhörenden stehen insgesamt 24 Namen, so die Daily Mail.

Die McCanns werdem am Mittwoch England verlassen. McCann-Sprecher Clarence Mitchell sagte, dass Kate und Gerry eine bereits lange geplante Visite in Brüssel unternehmen werden, um das Europäischen Parlament davon zu überzeugen, ein besseres Warnsystem zum Auffinden vermisster Kinder einzuführen. Am Donnerstag wollen sie eine Pressekonferenz geben. Diese Terminüberschneidung sei "reiner Zufall", so Mitchell.

Mitchell: Reise nach Brüssel ist "reiner Zufall"

Gerüchte, die Reise sei ein reines Ablenkunsmanöver, wies er von sich. Kritiker halten es für möglich, dass die McCanns in das Verschwinden ihrer Tochter verwickelt sind, die Öffentlichkeit sowie die Polizei aber davon ablenken wollen. Die Verhöre ihrer Freunde sollen am Dienstag beginnen.

Bei der Pressekonferenz soll es auch um eine TV-Dokumentation gehen, die am 30. April, also kurz vor dem Jahrestag des Verschwindes Maddies, ausgestrahlt werden soll.

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