König Juan Carlos zu Chávez: Halt endlich die Klappe!

Chávez indes war wirklich einen Moment lang sprachlos, verlas aber schon wenige Stunden später in einer Erklärung, der spanische König führe sich wie ein Kolonialherr auf, man sei nicht mehr im 17. oder 18. Jahrhundert, und habe ihm nicht den Mund zu verbieten.

Dass sein Ausfall die Beziehungen zu Spanien verschlechtern könnte, glaubt Chávez nicht. Schließlich, so sagte er, habe er nicht die spanische Regierung beleidigt, sondern nur einen ehemaligen Präsidenten. Und Chávez legte nach: Er könne sich gut vorstellen, sagte er nach dem Gipfel, dass der Monarch auch vom Staatsstreich gegen ihn im Jahre 2002 gewusst habe.

Spanischen Medienberichten zufolge bedankte sich Aznar nach dem Vorfall telefonisch bei seinem Nachfolger Zapatero und dem König für deren Unterstützung. Das Fernsehen sendete die Bilder des Wortgefechts in einer Wiederholungsschleife.

Spaniens Regierungschef José Luis Rodríguez Zapatero kündigte eine Finanzhilfe Spaniens für den lateinamerikanischen Kontinent in Höhe von einer Milliarde Euro im Jahr 2008 an. „Das ist eine Verpflichtung, ein moralisches Muss, Spanien will wachsen, aber nicht allein“, sagte er. Das Geld solle für Bildungs- und Gesundheitsprojekte bereitgestellt werden. 

Die Aufforderung von König Juan Carlos, endlich die Klappe zu halten, kann man übrigens ab sofort auch als Klingelton herunterladen.