Klose, Poldi, Badstuber: Zweite Liga gegen Undiano

Das schreibt SAZ-Chefredakteur Wilhelm Wagner im WM-Blog "El Freunde".

Gerade noch so gut wie Weltmeister, und dann Miro Klose mit dreimal demselben Foul vor der Nase des Schiris. Jedes mal dem Gegner von hinten in die Beine getreten. Das erste Mal ermahnt, das zweite Mal gelb, dann gelb-rot. Dümmer geht’s wirklich nimmer.

Dem spanischen Schiri die Schuld in die Schuhe zu schieben scheint mir zu billig, Undiano hat einfach seine Linie durchgezogen, das macht er seit Jahren in der (vielleicht) besten Liga der Welt auch schon.

Viele verschiedene Messlatten bei den Schiris, das ist eben immer so bei einer WM. Ein richtiger Profi stellt sich darauf ein. Klose hat aber wohl seine guten Tage hinter sich, befindet sich mental auf dem Weg zurück in die 2. Liga.

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Dazu hatte Deutschland aber noch wenigstens zwei weitere Zweitligisten im Team. Podolski war der beste serbische Abwehrspieler, ballerte wie ein Besessener die Bälle übers Tor, sogar vom Elfmeterpunkt traf er nicht.

Und Badstuber war bester serbischer Angreifer – er spielte, wenn überhaupt, auf Kreisklassen-Niveau. Nicht Lionel Messi oder Cristiano Ronaldo, sondern ein Kicker namens Milos Krasic führte Badstuber als das vor, was er eigentlich noch ist: ein Jugendspieler.

Deutschland also praktisch mit acht Mann, das ist zu wenig. Man muss fürchten, dass die Aussichten fürs weitere Turnier trübe sind. (Wilhelm Wagner; Foto: As)