Spaniens beliebtester Matador José Tomás wurde bei einem Kampf in Jerez de la Frontera schwer am Hals verletzt.

Der Stierkämpfer wurde bei einer seiner gewagten Aktionen vom Stier am Hals getroffen und ging zu Boden. Tomás kämpfte stark blutend weiter, tötete den Stier, und schritt die mehr als 50 Meter zur Krankenstation aufrecht und würdevoll zu Fuß. Dann brach er zusammen.

Derzeit erholt sich Tomás im Krankenhaus von Jerez. Sein Arzt Julio Mendoza erklärte, dass siech Tomás auf dem Weg der Besserung befindet. Die Verletzung sei schlimmer gewesen als anfangs gedacht. Sein Kommenatar: "José Tomás hatte Glück."

Wann Tomás wieder kämpfen kann, ist unklar, sicher ist nur, dass er die Corrida in Nimes absagen muss. Auch die Termine in Córdoba und Granada in der kommenden Woche sind in Gefahr.

FORUM: Stierkampf – Qual oder Ritual?

José Tomás gilt derzeit als unumschränkter Superstar in den Stierkampf-Arenen der Welt. Er ist für seinen riskanten Kampfstil bekannt. In fast jedem Kampf setzt er seine Gesundheit aufs Spiel. Er brachte es damit bis auf die Titelseite der Los Angeles Times. Nach fünf Jahren Ruhepause gelang dem 32 Jahre altne Tomás 2007 ein gefeiertes Comeback.

Er gilt als Liebling von Dichtern und Malern, die seinen Kampfstil als poetisch feiern. Tomás, so sagen sie, hat aus einem Touristenspektakel wieder das alte Ritual vom ewigen Kampf des Menschen gegen die Bestie gemacht.

(Foto: http://www.jose-tomasdemadrid.com/)