Über Hausratversicherungen wird oft debattiert. Viele fragen sich, ob die Kosten die Leistungen nicht bei weitem übersteigen, wenn es viele Jahre zu keinem Versicherungsfall kommt. Spätestens wenn es Wohneigentum gibt, sollte sich diese Frage nicht mehr auftun, denn die Hausratversicherung ist eine sinnvolle Ergänzung zur Gebäudeversicherung. 

Was die Hausratversicherung leistet

Die Hausratversicherung ist nicht nur gut, um sich das Geld für beschädigte Besitztümer erstatten zu lassen. Gerade in extremen Situationen, wenn ein Haus oder eine Wohnung völlig unbewohnbar ist, erlaubt sie es, für einige Monate in ein Hotel zu ziehen, ohne sich über die Kosten fürs Zimmer Gedanken machen zu müssen. Wer optionale Hausratversicherung Leistungen dazu bucht, profitiert davon, wenn er beispielsweise einen Notdienst (Schlüsseldienst, Rohrreinigung o.ä.) braucht. Wie teuer das sein kann, beweisen Tests und Verbrauchermagazine. Als Ergänzung zur Hausrat, schlagen die Kosten für die optionalen Leistungen nicht so stark zu Buche. Auch grobe Fahrlässigkeit kann mit abgesichert werden. 

Grundsätzlich sind Versicherungsprodukte inzwischen sehr gut, was auch vom TÜV bestätigt wurde. Die Unterschiede in den Leistungen sind minimal und auch die Beiträge weichen nicht sehr stark voneinander ab.

Unschlagbare Kombi – Wohngebäude- und Hausratversicherung

Während die Wohngebäudeversicherung (WGV) ihrem Namen alle Ehre macht, ist das immobile Eigentum versichert. Die Hausratversicherung deckt das bewegliche Eigentum ab. Dazu gehören auch Fahrräder, Designerklamotten oder der teure Fernseher. Kommt es zu einem Schaden am Haus, sind bewegliche Dinge in der Regel in Mittleidenschaft gezogen. Das beste Beispiel, ist ein Rohrbruch. Der passiert und eine Schuldfrage stellt sich hier nicht. Das Team WGV Hausratversicherung stellt sicher, dass nicht nur die Wasserleitung repariert, die Wände und Böden getrocknet, Türen, Parkett etc. ausgetauscht werden kann, sondern erlaubt auch, sich einen neuen Fernseher oder Möbel zu kaufen, die durch den Wasserschaden unbrauchbar geworden sind. 

Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass ein Schaden am Gebäude mit Folgekosten für den Hausrat daherkommt. Egal ob Feuer, Hagel, Sturm oder eben Wasser den Schaden verursachen, ein Teil der Einrichtung, Bücher oder Elektrogeräte ist immer betroffen. 

Kosten für die Hausratversicherung

Die Versicherungssumme soll natürlich dem Wert des Hausrats entsprechen. Gesellschaften veranschlagen pauschal Summen zwischen sechs- und siebenhundert Euro je Quadratmeter Wohnfläche. Reicht die Summe nicht aus, weil es sehr viele Wertgegenstände im Haushalt gibt, kann die manuell angepasst werden, ebenso auch, wenn die Summe niedriger angesetzt werden soll. Aus dieser ergibt sich dann unter Berücksichtigung der optional dazu gebuchten Leistungen, aber auch des Risikos für Elementarschäden oder Einbrüche, der Beitragssatz. In Wohngegenden mit hoher Einbruchsgefahr, wird dieser also höher sein, als in Wohngegenden mit weniger Einbrüchen. Die Risikobewertung erfolgt anhand der Statistik in Bezug auf Kriminaldelikte, speziell Einbruchsgeschehen. 

Fazit: Es gibt keine Pflicht, den Hausrat zu versichern. Je wertvoller das Eigentum ist oder auch je schwieriger die eigene finanzielle Situation ist, desto wichtiger wäre diese Versicherung jedoch. Gerade, wer wenig Geld zur Verfügung hat, kann im Schadensfall profitieren. Die Beitragssumme bei geringen Eigentumswerten ist nicht sehr hoch und monatlich eher aufzubringen, als ggf. die komplette Einrichtung aus eigener Tasche neu beschaffen zu müssen, wenn ein Wasserschaden oder Brand alles zerstört hat.