Goldschmuck wird gerne als Erbstück von Generation zu Generation weitergereicht, denn er eignet sich nicht nur als Accessoire, sondern ist gleichzeitig eine optimale Wertanlage. Wer den Goldschmuck verkaufen möchte, sollte jedoch vorher den Preis ermitteln, um eine gute Verhandlungsbasis zu haben. Wie das funktioniert, erklären wir Ihnen im Folgenden.

Diese Faktoren bestimmen den Wert

Der persönliche Wert von Goldschmuck ist häufig besonders hoch. Viele Stücke befinden sich seit Generationen im Familienbesitz, egal ob es sich dabei um den Verlobungsring der Großmutter, die Taschenuhr des Urgroßvaters oder die Halskette einer Großtante handelt. In jedem Fall möchte man einen Preis erzielen, der diesen persönlichen Wert auch finanziell widerspiegelt. Der Wert setzt sich dabei aus verschiedenen Faktoren zusammen, die Art des Schmucks spielt aber eher eine untergeordnete Rolle.  

Ausschlaggebend sind der Goldgehalt sowie die Verarbeitung des Materials. Um den Wert präzise zu schätzen, empfiehlt sich die Zusammenarbeit mit Experten, die sich sowohl mit dem Kunsthandwerk als auch mit den allgemeingültigen Preisen auskennen. Dazu können Sie den Goldankauf bei SimplyWay.at nutzen. Viele Ankäufer bieten den Service des Schätzens kostenlos an. Allerdings lohnt es sich trotzdem ein eigenes Bild zu machen, anhand folgender Faktoren:

Zustand des Goldschmucks

Der Zustand des Goldschmucks spielt beim Verkauf eine wichtige Rolle. Abnutzungen oder Verunreinigungen drücken den Preis. Sie sind jedoch häufig nicht zu vermeiden, denn beim Schmuck handelt es sich um einen Gebrauchsgegenstand. Kleine Macken, angelaufenes Metall oder überschaubare Verunreinigungen entstehen automatisch im Laufe der Zeit. Gerade, wenn der Schmuck direkt auf der Haut liegt, ist es nicht zu vermeiden. Doch Verunreinigungen können relativ einfach gelöst werden. Nutzen Sie ein weiches Tuch mit warmem Wasser und eventuell ein wenig Spülmittel.

Wichtig ist, dass sie vorsichtig vorgehen, damit das Metall nicht beschädigt wird. Auf aggressive Reinigungsmittel oder Reiniger mit Schleifpartikeln sollte man unbedingt verzichten. Vorsichtig sollten Sie ebenso sein, wenn der Goldschmuck mit Perlen, Edelsteinen oder Diamanten besetzt ist. Diese sind besonders empfindlich.

Echtheitszertifikat

Besitzt man ein Echtheitszertifikat für den Goldschmuck, dann zahlen Händler in der Regel mehr. Ein solches Zertifikat gibt Aufschluss über die Beschaffenheit des Schmucks. So erhalten die Händler Auskunft über die Art sowie das Material. Ebenso ist der Feingehalt vermerkt. Wichtig ist, dass auf dem Zertifikat Datum, Stempel und Unterschrift vorhanden sind.

Rechnung des Erwerbs

Auch die Rechnung ist ein wichtiges Indiz der Wertermittlung. Bewahren Sie die Rechnung immer auf, dort sind wichtige Informationen über das Schmuckstück enthalten, allen voran der Ursprungspreis. Daran können Sie sich bei der Preisbildung orientieren. Unter Umständen kann die Rechnung sogar das Echtheitszertifikat ersetzen, vorausgesetzt es gibt Angaben über Material und Art des Schmucks.

Goldpunzen

Punzen liefern genauere Informationen über den Schmuck, beispielsweise über Herkunft und Goldgehalt. Letzterer ist essentiell für den Wert des Schmucks. Angaben über den Goldgehalt der Legierung finden sich im Feingehaltsstempel, der sich oft in winziger Ausprägung auf dem Schmuckstück befindet. Damit das Gold handwerklich verarbeitet werden kann, muss es mit weiteren Metallen legiert werden. Schmuckstücke sind daher nur sehr selten aus reinem Gold. Der Feingehaltsstempel gibt an, wie viel reines Gold enthalten ist. Angegeben ist dieser dabei in Tausendsteln. Schmuckgold hat meistens ein Gehalt von 333, 585 oder 750 Tausendsteln.

Den genauen Prozentsatz erhält man, wenn man den Wert auf der Punze durch 1000 dividiert und mit 100 multipliziert. Bei einer Angabe von 750 Tausendsteln besteht das Schmuckstück zu 75 % aus reinem Gold. Die restlichen 25 % setzen sich aus Silber, Kupfer oder Nickel zusammen. Bei älteren Schmuckstücken kann die Angabe auch in Karat erfolgt sein. Schmuck mit 24 Karat besteht zu 99,9 % aus reinem Gold. Bei einem solchen Gehalt spricht man Feingold. Besteht das Schmuckstück zu 75 % aus reinem Gold, dann zeigt der Stempel 18 Karat beziehungsweise 18 K an. 585 Tausendstel entsprechen 14 Karat. 8 Karat entspricht einem Goldgehalt von 33,3 %.