Fernando Torres: Gentleman-Poker mit Simeone um Atletico Madrid! 100. Tor gegen Eibar?

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Nach den Gerüchten um sein Verbleiben bei Atletico Madrid ist die Zeit jetzt vorbei, in der über Fernando Torres geredet wurde. Denn jetzt sprach der Meister selbst. Elegant wie immer. Diesmal sogar äußerlich an seinem dunklen Anzug abzulesen. Ein Muster an politischer Korrektheit. Aber ob er damit auch die Unklarheiten beseitigte, ist die große Frage.

Denn nachdem Trainer Diego Simeone zuletzt klar machte, dass Atletico derzeit kein Interesse habe, vorzeitig mit Fernando Torres zu verlängern, hatte es Spekulationen gegeben. Muss man bei einer Legende wie Torres tatsächlich die gleiche Messlatte der sportlichen Effizienz anlegen wie für andere Fußballprofis?

Fernando Torres sagte dazu jetzt am Rande eines Werbetermins für die Firma LG: “Im Moment zählt bei Atletico nur die Einigkeit. Wir müssen uns um das kommende Spiel am Samstag kümmern, nicht weiter schauen, das bringt überhaupt nichts. Nur die Kameradschaft zählt jetzt. So lange wir bei Atletico auf die Einheit geschaut haben, sind die Dinge meistens gut gelaufen. Das ist das Wichtigste überhaupt. Es gibt nichts, was wichtiger wäre als der Klub Atletico, auch nicht persönliche Themen. Es geht jetzt nicht darum, sich gegenseitig Vorwürfe zu machen. Ich bin kein Junge mehr, sondern 31 Jahre alt, ich sehe die Dinge mit der Gelassenheit, die sie verdienen. Persönliche Dinge sind da absolut zweitrangig.”

“Was in der nächsten Saison passiert, weiß ich nicht”

Was aber wird mit ihm in der Zukunft geschehen, sollte sich Atletico im Sommer gegen ihn entscheiden? Oder sollte Atletico ihn weiter beschäftigen wollen, aber wegen des Transferverbots der FIFA, das immer noch droht, ihn nicht holen dürfen? Schließlich läuft sein Vertrag mit dem AC Mailand, wo er immer noch offiziell angestellt ist, im Juni aus. Und einen neuen Klub wird er im Sommer wohl kaum auf die Schnelle finden.

Torres dazu: “Was in der nächsten Saison passiert, weiß ich nicht. Es zählt aber nur die Gegenwart. Ich habe Lust zu spielen, Tore zu schießen, Stammspieler zu werde. Bei Atletico. Und dann will ich Titel hier gewinnen. Das allein ist wichtig, man darf nicht in die Zukunft schauen. Ich bin glücklich, wo ich jetzt bin. Natürlich bin ich nicht über meine jüngste Verletzung glücklich, ich will immer spielen.”

Auch die Einstweilige Verfügung der FIFA, die Atletico aktuell erlauben würde, im Sommer neue Spieler einzuschreiben, ändert seine Sichtweise nicht: “Das hat mit meinem Blick auf die Zukunft nichts zu tun. Ich will nur mit Atletico Spiele und Titel gewinnen, sonst nichts. Das kann man nur erreichen, wenn man von Spiel zu Spiel denkt und lebt. Wir alle, die wir diesen Club ein wenig größer machen wollen als er schon ist, sitzen in einem Bott und müssen in die gleiche Richtung rudern.”

Zu seinem Treffen mit Simeone: “Cholo hat mir ein paar Dinge persönlich gesagt, das bleibt unter uns. Ich bewundere Cholo als Profi, ich bin ihm dankbar, dass ich zu Atletico zurückkommen durfte. Ich habe schon viel gelernt unter ihm. Ich habe immer gesagt, dass ich bei Atletico bleiben möchte, mehr ist dazu nicht zu sagen, es kommt jetzt nicht mehr auf mich an. Und es bleibt der Sommer. Niemand sollte aber das wichtige aus den Augen verlieren, und das ist die Mannschaft.”

Zu seinem Tor Nummer 100, das seit September nicht fallen will, sagte Torres, der dieser Tage wieder mit dem Team trainiert: “Darüber wird viel geredet, aber es ist nicht wichtig. Seit ich elf Jahre alt war, habe ich davon geträumt, ein einziges Tor für Atletico zu schießen. Die weiteren 98 waren für mich wie ein Geschenk.” Fakt ist: Sein letztes Tor schoss Torres im Hinspiel gegen Eibar. Am Samstag steigt das Rückspiel … mit Fernando Torres?

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