Fernando Torres: Bayern München kaputt und beleidigt! “Rasen und Neuer können nicht helfen”

Featured Video Play Icon

Es muss schon verdammt schwer sein, wenn man sich überlegen und toll fühlt. Aber dann doch verliert. So oder so ähnlich geht es offenbar am Mittwoch dem großen FC Bayern München. Gegen Atletico Madrid schossen sie am Dienstag im Rückspiel des Halbfinales der Champions League gefühlt hundert Mal in Richtung Tor Atleticos. Hinein ging der Ball aber nur zweimal. Das hätte eigentlich zum Einzug ins Finale reichen können. Wenn da nicht Antoine Griezmann für die Colchoneros getroffen hätte. Unterm Strich also hieß es 2-2. Weil Atletico aber auswärts getroffen hat, sind die großen Bayern raus.

Arturo Vidal erwies sich spontan als der schlechte Verlierer, den man im Falle eines Aus der Bayern erwartet hatte: “Heute hat der hässliche Fußball gegen den besten Fußball der Welt gespielt, aber nicht immer gewinnen die Besten.” Und Karlheinz Rummenigge, der Boss der Bayern, erklärte, dass sich die Mannschaft vom türkischen Schiedsrichter übers Ohr gehauen fühlte. In der Tat besaß der Referee die Stirn, zwei strittige Entscheidungen, über die man diskutieren kann, nicht zugunsten der großen Bayern zu pfeifen. Einmal das mögliche Abseits, das nach einem tollen Pass von Fernando Torres zum 1-1 durch Griezmann führte. Und dann der Elfmeter an Torres, als ein klares Foul am durchgebrochenen Spanier zwar auch noch im Strafraum stattfand, aber durchaus schon klar vor der Strafraumgrenze begann. Der Elfmeterpfiff war also wohl vertretbar.

Und der beste Torwart der Welt in der besten Mannschaft der Welt war geschlagen…

Man könnte allerdings auch Torres dafür anklagen, dass er sich nicht gleich fallen ließ, als es noch glimpflicher mit einem Freistoß für die Bayern ausgegangen wäre. So oder so eine Respektlosigkeit, sowohl vom Schiri als auch von Torres. Was der Star der Colchoneros aber wohl sofort einsah: Den Elfer vergab er recht kläglich gegen Manuel Neuer, der beim Ausgleich durch Griezmann allerdings machtlos war. Im Gegensatz zur in Deutschland kolportierten Legende, dass gegnerische Stürmer vor der Großartigkeit Neuers regelmäßig in Eins-zu-eins-Situationen versagen, weil ihnen beim Anblick des Giganten das Herz in die Hose rutscht, behielt der kleine Griezmann nämlich die Nerven und drosch den Ball einfach und trocken in die kurze Ecke – und der beste Torwart der Welt in der besten Mannschaft der Welt war geschlagen. Sein Team gleich mit. Das musste nämlich auch im zweiten Spiel in Serie gegen Atletico einen Ball in die Maschen lassen. Es war halt einfach eins zu viel. Statt wie in früheren Jahren schlecht zu spielen und trotzdem zu gewinnen, machten es die Bayern wie seit drei Jahren unter Pep Guardiola in der Champions League einfach umgekehrt. Gut gespielt, aber verloren. Zum dritten Mal im Halbfinale, zum dritten Mal gegen einen spanischen Club.

Denn die Bayern hatten im Hinspiel bekanntermaßen nicht getroffen. Daran waren, so die Version Pep Guardiolas mehr oder weniger, aber auch nicht die Spieler der Bayern schuld, sondern vor allem der nicht akkurat geschnittene und gewässerte Rasen. Dass der Rasen Atleticos den Normen der UEFA entsprach, spielte keine Rolle – was zählt, ist wohl allein, dass der Rasen den Bedürfnissen der Bayern optimal angepasst wird.

Kurios am Rande: Am Dienstag wurde in der Halbzeit der Rasen wie immer in München gewässert, damit der Ball schnell durch die Reihen der Spieler laufen kann. Allerdings, so die Zeitung AS, nur in der Hälfte, in der die Bayern während der zweiten Hälfte attackierten. Der Rasen auf der Seite Atleticos blieb trocken. Allerdings: Für Antoine Griezmann dann doch nicht trocken genug…

Kommentar hinterlassen zu "Fernando Torres: Bayern München kaputt und beleidigt! “Rasen und Neuer können nicht helfen”"

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*