FC Barcelona: Brexit für Messi, Iniesta und Piqué … CR7, Bale und Kroos kämpfen um Krone!

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Götterdämmerung im Fußball. Selten gab es so viele Abstürze wie in diesem Sommer 2016. Lionel Messi ist aus der argentinischen Nationalelf zurück getreten, weil er mit seinen Landsleuten im Finale der Copa America gegen Chile einen Elfer übers Tor jagte und verlor,  Spanien fährt von der Euro in Frankreich nach Hause, weil es mit 0-2 gegen Italien unter gegangen war, und England ist zu seinem eigenen Bedauern eben immer noch das, was es eben immer war: ein Team, das immer dann verliert, wenn es darauf ankommt. Nicht nur bei der Entscheidung, ob man in Europa bleiben soll. Sondern auch gegen Island im Achtelfinale der Euro. Gegen Island. 1-2. Und der frühere Goalgetter der Engländer, Gary Lineker, scherzte: “Wir haben gegen ein Land verloren, in dem es mehr Vulkane gibt als Fußballprofis.” Derselbe Lineker, der einst den ewigen Satz prägte: “Im Fußball rennen 22 Männer hinter dem Ball her, und am Ende gewinnen die Deutschen.”

Bei der Euro gewannen die Isländer, und das hoch verdient. Genau so wie die Italiener, die Spanien zuvor keine Chance gelassen hatten. Zwar verstehen die Spanier in der Heimat immer noch nicht, wieso Ballbesitz und Spielergebnis zwei verschiedene Dinge sind, die in der Regel wenig miteinander zu tun haben. So beschwert sich ein Kommentator in der Zeitung “Marca” weiter hochnäsig darüber, dass Polen, Portugal und Wales unter die besten acht vorgerückt sind, während Spanien nach Hause fahren muss. Aber auch in Spanien erkennt man neidlos an, dass die Italiener diesmal einfach besser waren. Fakt ist: Spanien hat nun keinen Titel mehr. 2014 verlor man bereits die Krone als Weltmeister, jetzt die Krone des Europameisters.

Macht Messi keinen Rückzieher von seinem ganz persönlichen “Brexit”, darf er getrost davon ausgehen, dass er sich in seiner Heimat erst einmal nicht mehr blicken lassen muss

Und die neue Krone wird ab Donnerstag ausgespielt: Cristiano Ronaldo kann gegen Polen auf Torejagd gehen und seinem ersten großen Titel mit Portugal näher rücken. Der Rücktritt Messis, der nach dem Final-Aus gegen Chile völlig frustriert erklärte “Ich glaube, die Nationalelf ist nichts für mich, es ist nicht schön, die Finalspiele immer zu verlieren” wird CR7 weiter Auftrieb geben. Fakt ist, dass Messi damit als gescheiterter Mann abtritt – mit Argentinien hat er jedenfalls noch keinen Titel geholt. Und die kommende Wahl zum besten Fußballer der Welt wird wohl ein anderer gewinnen. CR7 am Ende erneut? Macht Messi keinen Rückzieher von seinem ganz persönlichen “Brexit”, darf er getrost davon ausgehen, dass er sich in seiner Heimat erst einmal nicht mehr blicken lassen muss. Umso wichtiger werden dann Titel mit dem FC Barcelona. Dort hat der 29 Jahre alte Messi schon alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Einfach noch mehr davon? Warum nicht, wird sich Messi sagen, der mit seinem Ausstieg allerdings mehr denn je seinen Kritikern Recht gibt. Dazu gehörte vor wenigen Tagen auch noch Diego Maradona, als er in Frankreich dem großen Brasilianer Pele erklärte: “Messi ist ein guter Junge, aber kein Anführer, dafür fehlt ihm die Persönlichkeit.”

Wer am Ende in Frankreich als Star vom Feld geht, ist jetzt die Frage: Toni Kroos mit Deutschland? Er muss am Samstag im Viertelfinale gegen Italien ran, beide Teams glänzen durch gute Mannschaftsleistungen. Frankreich mit Antoine Griezmann spielt gegen Island, CR7 gegen Polen, Gareth Bale mit Wales gegen Belgien.

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