Berlin (ots) –

Zur Demo der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) kamen 1.200 Kolleginnen und Kollegen nach Berlin. Demonstriert wurde vor den Parteizentralen von FDP und GRÜNEN gegen die Trennung von Netz und Betrieb.

„Die DB filetieren und zerschlagen, weil angeblich der Markt alles regelt – nicht mit uns“, sagte der stellvertretende EVG-Vorsitzende Martin Burkert auf der Kundgebung vor der Parteizentrale der Grünen. Trotz Pandemie stehe man hier, um zu zeigen, dass man mit uns diese DB nicht zerschlagen kann. „Die Zerschlagung würde Stillstand für die Schienenpolitik bedeuten, die Klimaziele würden nicht mehr erreicht werden“, so Burkert weiter. Man habe mit der Kampagne „Schütze deine Bahn“ schon einmal verhindert, dass die Eisenbahner-Familie getrennt werde. „An die Grünen sagen wir: Dafür, dass ihr das vorhabt, hat euch sicher niemand in diesem Land gewählt.“

Es sei falsch, die Axt an die Einheit von Netz und Betrieb zu legen, so Heike Moll, Gesamtbetriebsratsvorsitzende bei DB Station & Service. „Die Damen und Herren der Grünen wissen scheinbar nicht mehr, dass es hier um Menschen geht und nicht um Schachfiguren.“ FDP und Grüne sollten sich lieber um die Versäumnisse der letzten Jahre kümmern: Schnellere Zulassung von Fahrzeugen, schnellere Genehmigungsverfahrens, auskömmliche Finanzierung des gesamten Systems, betonte die Betriebsrätin.

Eisenbahn sei nicht nur der, der die Lok fährt, so DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell. „Das sind auch die Kolleginnen und Kollegen auf den Stellwerken und auch die, die die Züge und die Bahnhöfe reinigen. Das ist Gemeinschaft.“ Ja, man brauche eine Zukunftskoalition, man brauche schnelle Entscheidungen und nicht jahrelanges Gerangel. „Wir stehen an eurer Seite, auch in den kommenden Monaten.“

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