Die Aktion eTwinning wurde im Januar 2005 gestartet. Seitdem haben sich über 35.000 Schulen in ganz Europa beteiligt. Die Aktion gehört mittlerweile zum Programm für lebenslanges Lernen – Teilprogramm Comenius – dem wichtigsten Finanzierungsprogramm der EU-Kommission im Bildungsbereich.

Die Aktion eTwinning gibt Schulen die Möglichkeit, ohne Kostenaufwand Partner für gemeinsame Schulprojekte unter Nutzung des Internet finden. Im Jahr 2008 soll der Schwerpunkt von reinen Projekten verlagert werden auf die Förderung von Online-Gemeinschaften, in deren Rahmen die Schulen außerdem Wissen austauschen und an Diskussionsplattformen teilnehmen können.

eTwinning-Konferenz in Bukarest – und ganz Europa ist dabei

Die diesjährige eTwinning-Konferenz findet vom 14. bis 16. März in Bukarest statt. Bei dieser Veranstaltung werden über 400 Teilnehmer zusammenkommen, darunter Lehrkräfte aus ganz Europa, Vertreter der zentralen und nationalen eTwinning-Koordinierungsstellen und andere wichtige Akteure des Schulwesens.

Am Vortag der Konferenz unterstrich der für allgemeine und berufliche Bildung, Kultur und Jugend zuständige EU-Kommissar Ján Figel’ die Bedeutung von eTwinning: „Dieses Programm verbindet das Lernen über andere Kulturen geschickt mit der Nutzung der Informations- und Kommunikationstechnologien. Die virtuellen Schulpartnerschaften, an denen mittlerweile zehntausende europäischer Schulen teilnehmen, helfen den Kindern, sich mit Computern vertraut zu machen. Zugleich werden damit Unwissen und Vorurteile abgebaut, die gegenüber Schulkameraden in anderen europäischen Ländern bestehen könnten. Im Europäischen Jahr des interkulturellen Dialogs 2008 ist dies ein Aspekt, über den ich mich ganz besonders freue.“

Gespanntes Warten auf die Preisverleihung

Höhepunkt der Konferenz wird die Preisverleihung sein, bei der die acht besten eTwinning-Projekte des Schuljahres 2006-2007 ausgezeichnet werden. Es gibt vier Kategorien, nach Altersgruppen, Wissenschaft und Mathematik aufgeteilt.

Über 400 Projekte wurden hinsichtlich ihres innovativen Charakters, der Integration in den Lehrplan, Zusammenarbeit, Kreativität und Übertragbarkeit bewertet. Die acht Finalisten kommen von 26 Schulen aus 17 Ländern, darunter Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, Frankreich, Griechenland, Italien, Litauen, Norwegen, Polen, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn und das Vereinigte Königreich.

Die vier besten Projekte werden eine Reise zum eTwinning-Camp im Mai gewinnen.