Eon streckt seine Fühler nach neuem Stromkonzern aus

Iberdrola-Chef Galán: keine Aufteilung

Eon wolle Aktien von Spaniens zweitgrößtem Stromkonzern Iberdrola kaufen, um sich die Möglichkeit einer Übernahme offenzuhalten, berichtete die spanische Wirtschaftszeitung „Cinco Días“ am Donnerstag. Dazu sollten zunächst Kaufoptionen für Iberdrola-Anteile erworben werden. Zum Umfang des geplanten Handels machte das Blatt keine Angaben. Eine Eon-Sprecherin wollte sich laut „Cinco Días“ nicht zu dem Bericht äußern.

Die „Financial Times“ hatte am Mittwochabend berichtet, der französische Energieversorger EDF und das spanische Unternehmen ACS führten Vorgespräche über einen gemeinsamen Kauf von Iberdrola. ACS erklärte unterdessen am Donnerstag, es sei zu keiner Einigung mit EDF gekommen. Iberdrola-Chef Ignacio Sánchez Galán wandte sich gegen eine Aufteilung seines Unternehmens. Zugleich zeigte er sich offen für ein Kaufangebot, dass die Zustimmung der Aktionäre finde.

Spanische Regierung gegen Übernahme durch Eon

Die Übernahme von Endesa durch den italienischen Energiekonzern Enel und das spanische Bauunternehmen Acciona war im Herbst vergangenen Jahres abgeschlossen worden. Die beiden Konzerne hatten den deutschen Konkurrenten Eon aus dem Rennen geworfen, der ebenfalls ein Angebot für Endesa abgegeben hatte. Unterstützung hatten Acciona und Enel von der spanischen Regierung erhalten, die von Anfang an gegen eine Übernahme durch Eon war.