Ein Sturkopf setzt sich durch: Thyssen-Museum zieht nicht um

Die Baronin hatte sich hartnäckig gegen die Pläne der Stadtverwaltung gewehrt, nach denen die Zahl der Fahrbahnen auf dem Paseo del Prado, an der auch das berühmte Prado-Museum steht, zwar von zwölf auf sechs reduziert werden sollte, zugleich aber die Spuren auf der Seite „ihres“ Museums von vier auf fünf erhöht worden wären. Der Prado gegenüber hätte hingegen von der Verkehrsberuhigung spürbar profitiert und nur noch eine Fahrbahn vor der Tür gehabt. Tita Cervera sprach von einer „Autobahn“ vor ihrem Museum und drohte knallhart mit Umzug.

Künftig sollen nun drei Spuren an der Thyssen-Sammlung mit rund 700 Werken vorbeiführen, von denen eine Bussen vorbehalten bleibt, wie das Museum erklärte. Die Baronin Thyssen, Carmen Cervera, hatte offen mit der Verlegung des Museums in einen anderen Stadtteil von Madrid gedroht, sollte die Stadt ihre ursprünglichen Pläne in die Tat umsetzen. Sie wollte sich nach eigenen Angaben auch an die Bäume auf dem Paseo del Prado ketten, um gegen das Beschneiden der Pflanzen im Zuge der Umbaumaßnahmen zu protestieren. 

Die frühere Miss Spanien war die fünfte Frau des deutschen Barons und Kunst-Mäzen Hans Heinrich von Thyssen-Bornemisza.