Deutsche Brauereien hatten es 2013 wieder schwer

So hat beispielsweise Marktführer Oettinger mit nur 5,78 Millionen verkauften Hektolitern einen Rückgang von 1,9 Prozent zu verzeichnen. Insgesamt steht er damit nur leicht besser dar als der Branchendurchschnitt (minus 2 Prozent). Auch der Ende letzten Jahres publikgemachte Bierkartell-Skandal hat nicht gerade dazu beigetragen die Branche zu stärken. Die drei beliebtesten Biere der Deutschen nach Oettinger waren bis dato Krombacher, Bitburger und Becks. Auf den Absatzrückgang reagieren die Unternehmen unterschiedlich: Während sich beispielsweise die weltgrößte Brauerei Anheuser-Busch InBev (u.a. Becks, Hasseröder, Franziskaner, Löwenbräu und Diebels) in Deutschland vermehrt auf das Kerngeschäft konzentrieren will, versuchen andere mit neuen Getränken wie Fassbrause mehr Kunden anzulocken. AB InBev plant zudem zeitnah auch in Deutschland die belgische Biermarke Leffe anzubieten.

Dank Internet und Versandhandel nichts mehr vermissen

Trotzdem ist und bleibt Bier neben Brot, Sauerkraut und Bratwurst eines der Dinge, die uns immer an Deutschland erinnern. Besonders wen es in die Ferne zieht, vermisst dann und wann den Geschmack nach Heimat. Während es in großen Städten noch relativ problemlos möglich ist internationales Bier zu erstehen, sieht es in weniger dicht besiedelten Gebieten schon anders aus. Auch ist nicht jede Marke überall verfügbar. Glücklicherweise boomt aber seit einiger Zeit der Internethandel. Zu erschwinglichen Portokosten und völlig unkompliziert lassen sich innerhalb der EU inzwischen verschiedenste Produkte online erwerben. So  bietet das Unternehmen Bier Deluxe beispielsweise hochwertige Biere aus Deutschland, aber auch aus Großbritannien, Belgien, Italien, den USA und den Niederlanden an. Auf der Website des Online Shops finden sich leckeres Augustiner und Andechser, ebenso wie außergewöhnlicher Barley Wine oder interessante Fruchtbiere.

Bereits im Dezember 2011 trat die EU-Verbraucherrechte-Richtlinie in Kraft und musste bis Ende 2013 in nationales Recht umgesetzt werden. Sie sorgt unter anderem für einheitliche EU-weite Richtlinien in Bezug auf eCommerce. So sind Händler inzwischen beispielsweise nicht mehr verpflichtet, Kunden eine Rücksendung von Waren oberhalb eines Bestellwertes von 40 Euro kostenlos zu gewähren. Allerdings wollen die meisten größeren Shops diesen Service weiterhin gewähren.