Der harte Kampf zwischen den Breitbandanbietern in Deutschland

Verschärft wird der Konkurrenzkampf durch die inzwischen flächendeckenden begehrten DSL Anschlüsse. Der damit einhergehende Onlineboom, der durch die schier endlos erscheinenden Neuanschlüsse neuer Kunden entstand, scheint aber inzwischen abgeflaut zu sein.

Inzwischen dreht sich das Marketing- und Werbegebaren der anbietenden Provider fast einzig darum den Mitbewerbern möglichst viele Kunden abzuwerben. Durch diesen stark verschärften Wettbewerb verringert sich dann auch effektiv immer weiter das Feld der bewerbenden Unternehmen. Wo sich vor Jahren noch eine wahre Flut an Providern präsentierte, hat sich das Teilnehmerfeld inzwischen deutlich reduziert. Viele ehemalige, kleine Teilnehmer wurden in den letzten Jahren einfach von den großen Konkurrenten wie Vodafone, O2 und der Telekom aufgekauft. Häufig am Rande dessen, was das Bundeskartellamt untersagen würde.

 

Jeder Kunde zählt im direkten Vergleich

Für die Provider hat sich deswegen, und auch wegen der höheren Übertragungsgeschwindigkeiten der Kabelbereich als Gebiet von hohem Interesse erwiesen. Hierdurch steigt noch immer die Anzahl neuer Abschlüsse, wenn auch langsam sogar das letzte Nest mit einem Hochleistungsanschluss versorgt sein dürfte. Zwar liegt der Hauptteil der Anschlüsse im regulären DSL Bereich, jedoch entscheiden sich immer mehr der Kunden für einen Kabelanschluss, beziehungsweise den bereits vorhandenen Kabelanschluss auch als Hochgeschwindigkeitsinternetverbindung zu nutzen. Eines der größten Argumente der Kabelprovider ist die deutlich höhere Bandbreite und allgemeine Übertragungsgeschwindigkeit. Noch im vergangenen Jahr sah es deutlich nach einer erneute Verschiebung im Konkurrenzkampf aus. Unitymedia, Kabel BW und Kabel Deutschland machten den klassischen DSL Anbietern das Leben recht schwer und griffen hohe Kundenzahlen ab. Einzig 1&1 konnte sich das Treiben recht ruhig anschauen, profitierten sie doch von der eigenen Werbekampagne mit sehr günstigen Tarifen.

 

Seit Beginn 2014 ist der Wettstreit in eine ganz neue Phase getreten

Allerdings muss man davon ausgehen, dass die großen Teilnehmer O2, Vodafone und Telekom in den kommenden Jahren ihre Finger zu den bestehenden Kabelnetzen ausstrecken werden oder mit dem Aufbau eigener beginnen werden. Grund dafür ist LTE als Standard im Mobilbereich, sowie VDSL (Vectoring) und die bereits sehr gute Glasfaserkabelverbindung. Vodafone hat nun zum Jahresbeginn als erstes den Angriff gewagt. Nachdem ihre Zahlen in vielen Bereichen schwächelten und die Telekom sich bereits die Hände rieb, erwarb Vodafone Kabel Deutschland und profitiert nun von der großen Anzahl an hinzugekauften Kunden, sowie von einem günstigeren Unterhalt der bestehenden Anschlüsse auf Seiten der Kabelkunden. Vodafone wird somit wohl versuchen, die bestehenden eigenen DSL Kunden schnellstmöglich auf bessere Kabelanschlüsse umzulegen. Zumindest dort wo es ihnen möglich ist. Alle, insbesondere im Heimatgebiet NRW, Unitymedia-Kunden bleiben Vodafone verwehrt. Sollte von Seiten des Konzerns Versuche unternommen werden auch noch den anderen Kabelanbieter zu schlucken, hat das Bundeskartellamt bereits sein Veto angekündigt.

Für den Endverbraucher bleibt dieser Wettstreit natürlich besonders aus Gründen attraktiver Wechselangebote interessant, sowie immer stärker werdender Verbindungsqualitäten zu immer günstiger werdender Tarife. Um nicht den Überblick zu verlieren und jederzeit über den günstigsten Tarif informiert zu bleiben bieten sich den Kunden Vergleichsportale wie dslvergleich.net an. Ohne diese fühlt man sich wohl schnell in der Flut der Angebote verloren oder bezahlt gar zu viel für einen längst veralteten Tarif.