Cristiano Ronaldo: Wutanfall, Torflaute – aber Modenschau! “Barca verliert, Real Madrid dümpelt”

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Einen Tag nach dem schwächlichen 1-1 im Derby gegen Atletico Madrid schlagen die Wellen immer noch hoch bei Real Madrid. Fakt ist: Die Fans sehen sich um einen klaren Sieg betrogen. Weil das Team einfach viel zu defensiv gespielt hat.

Und so muss Coach Rafa Benitez erstmals und schon nach sieben Spieltagen seinen Kurs erklären. Am Montag tat er dies, gleich zweimal gab er ein Interview im spanischen Radio. Einmal bei ‘El Partido de las 12’ des Senders COPE, danach bei ‘El Larguero’ in Cadena SER. Die Kernaussage war: “Ich bin kein Maurermeister.” Und: “Wenn ich Cristiano Ronaldo auswechseln will, werde ich das tun, ich habe keine Angst vor ihm.”

Allerdings sagte Benítez auch: “Ich sehe keinen Grund, Cristiano aus dem Spiel zu nehmen, er garantiert seit Jahren 50 Tore in der Saison oder sogar noch mehr. Das macht ihn besser als alle anderen. Er ist er ohne Diskussion in der Elf.”

Die Bänke in der Umkleidekabine umgetreten …

Im Stadion Calderon soll CR7 am Sonntag allerdings einen Wutanfall bekommen haben. Das meldet die Zeitschrift “Don Balon” am Dienstag. Angeblich habe Ronaldo sogar die Bänke in der Umkleidekabine umgetreten und laut geflucht. Grund: Im vierten Spiel in Serie war der Portugiese ohne Tor geblieben, er hatte nicht einmal einen richtig gefährlichen Torschuss. Während er in den Spielen zuvor wenigstens noch an überragenden Torleuten wie Malagas Carlos Kameni gescheitert war, brachte er diesmal Atleticos Jan Oblak nicht einmal zum Schwitzen. Ronaldo fand einfach nicht statt. Stattdessen ließ er sich am Montag in Portugal bei einer Modenschau sehen, wo er seine neue CR7-Schuhkollektion präsentierte.

Benitez dazu: “Ich spreche jeden Tag mit Ronaldo und wir analysieren dabei alles, was bei Real passiert. Das Ziel ist, ihn noch effektiver zu machen, das ist einfach das Beste für Real Madrid. Es gibt also keinen Streit, es gibt keine Polemik. Er ist ein vorzüglicher Profi und ein exzellenter Fußballer. Ich glaube, dass er den kommenden Goldenen Ball gewinnen sollte.”

So weit hat sich Benitez noch nie aus dem Fenster gelehnt. Was natürlich sofort die Unkenrufer auf den Plan ruft. Die Frage lautet: Wieso muss Benitez Ronaldo öffentlich derart loben, wenn alles in Ordnung ist? Warum hat er das nicht schon vor Wochen getan? Liegt am Ende doch etwas im Argen bei Real?

Keylor Navas bester Spieler Reals

Wie die Zeitung “Marca” schreibt, ist man in der Führungsetage bei Real keinesfalls glücklich über das Team. Meister FC Barcelona hat immerhin schon zwei Spiele in der Saison verloren – so viele wie in der kompletten Vorsaison. Hat aber dennoch so viele Punkte wie Real, nämlich 15. Denn Real ist zwar noch ungeschlagen, hat aber ebenfalls schon sechs Punkte liegen gelassen. Drei Unentschieden sind schuld daran, gegen Aufsteiger Sporting Gijon, gegen Malaga – und gegen Atletico. In allen diesen Spielen war Ronaldo leer ausgegangen.

Dass aktuell Keylor Navas der beste Spieler Reals ist und von der Presse entsprechend gefeiert wird, spricht Bände. Die Hymnen auf den Keeper aber haben einen ernsten Hintergrund. Die Abwehr ist nämlich keinesfalls so gut, wie die Legende will. Denn Benitez hat zwar den Ruf, ein Abwehrspezialist zu sein. Aber Real bekommt derzeit ungefähr genauso viele Schüsse auf seinen Kasten als unter Carlo Ancelotti. Und mehr als unter José Mourinho. Der einzige Unterschied. Während Iker Casillas alle drei bis vier Schüsse einen Ball ins Netz ließ, hält Navas rund 14 Bälle, bevor das Leder im Netz einschlägt. Sogar Iker gab das jetzt zu. Er sagte: “Keylor spielt einfach fantastisch.”

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