Clásico in Gefahr, Kroos nur Ersatz gegen Levante! “Gareth Bale will nicht verteidigen”

Fakt ist: Die Presse in Madrid ist sich einig, der Mann mit den meisten Spielminuten in den Beinen bei Real braucht eine Pause. Am Sonntag dürfte er sie endlich bekommen.

Dann nämlich spielt Real Madrid gegen Levante. Eigentlich ein leichter Gegner. Und Kroos steht nur eine gelbe Karte vor einer Sperre. Bekäme er die Karte gegen Levante, wäre der Clásico beim FC Barcelona am 22. März futsch. Dieses Risiko kann Real wohl kaum eingehen. Denn Kroos ist der mit Abstand wichtigste Spieler im Mittelfeld Reals. Auch wenn er derzeit überspielt wirkt, nicht frisch und oft überfordert.

Levante ein harter Brocken

Allerdings: Bei der aktuellen Formkrise Reals wird schon Levante ein harter Brocken. So erklärten es die Spieler selbst gegenüber der Zeitung “Marca”. Demnach denkt bei Real derzeit noch niemand an Barca. Denn Levante ist keinesfalls ein Selbstläufer.

Wohl auch deshalb muss Trainer Carlo Ancelotti die heikle Frage klären, ob er lieber mit Kroos gegen Levante gewinnen will, oder ob er ohne Kroos das Risiko eingeht, dieses Spiel zu verlieren. Und die Liga schon vor dem Clásico verschenkt hat.

Lucas Silva oder Luka Modric?

Die Zeitung “Marca” bringt als Alternative zu Kroos am Freitag Lucas Silva ins Gespräch. Die Zeitung “AS” spekuliert, dass Luka Modric von Anfang an kommen könnte. Der Kroate braucht zudem Spielminuten, um wieder in Fahrt zu kommen, er war rund vier Monate lang verletzt. Auch ihn braucht Real auf jeden Fall, um im Camp Nou nicht unterzugehen. Deshalb scheint diese Option die wahrscheinlichste. Der Kroate spielte zuletzt am 8. November 2014 von Anfang an für Real, damals gegen Rayo Vallecano.

Für Kroos wäre eine Pause dringend nötig, zuletzt offenbarte der Weltmeister mehr Abwehrschwächen als in der Vorrunde. Verantwortlich dafür ist natürlich auch, dass die Sturmabteilung der Königlichen derzeit kaum für Defensivarbeiten zur Verfügung steht und das Mittelfeld Reals regelmäßig in Unterzahl agieren muss. Spieler wie Gareth Bale lassen sich kaum in der eigenen Hälfte blicken, und wenn doch, schauen sie bloß zu. Die Zeitungen Madrids stellen seit Wochen schon die lästerliche Frage: Wo ist Bale? Die Zeitung “Marca” zitiert einen Spieler Reals mit den Worten: “Bale verteidigt nicht, weil er dazu keine Lust hat.” So einfach scheinen manchmal die Dinge. Demnach fühle sich Bale wie Cristiano Ronaldo als Star, der es einfach nicht nötig habe, defensive Aufgaben zu übernehmen. Dazu sei er schließlich nicht für mehr als 90 Millionen Euro aus Tottenham geholt worden.

Wo ist Bale?

Präsident Florentino Perez verteidigte am Donnerstag seinen Star aus Wales mit harten Worten vor der Presse. Demnach wittert Perez wieder einmal eine Verschwörung der Zeitung “Marca” gegen Real. Die Zeitung, so mehr oder weniger direkt der Vorwurf, betreibe eine Kampagne, um Trainer Carlo Ancelotti und Bale fertig zu machen. Peres sagte dazu klipp und klar: “Ancelotti bleibt unser Trainer, egal was in dieser Saison passiert.” Allerdings sagte Perez nichts über den Verbleib Ancelottis in der kommenden Spielzeit. Der Italiener, so wird weiter berichtet, denkt derzeit über einen Systemwechsel nach, Real könne mit vier Mittelfeldspielern mehr Stabilität erreichen. Ob aber Bale geopfert wird, ist die Frage. Es könnte auch Karim Benzema sein.