Cava – Spanischer Schaumwein für Genießer

Korken des spanischen Schaumweins CavaCava ist ein spanischer Schaumwein, der vor allem in Katalonien hergestellt wird. Bildquelle: Peter Dedeurwaerder – 363180017 / Shutterstock.com

Champagner, Crémant oder Cava, wer vor dem Schaumweinregal steht, hat die Qual der Wahl. Aber Moment mal, Cava? Was soll das denn sein, steht der hier richtig? Bekanntlich greift man eher zu Altbewährtem als spannendem Neuen, in diesem Fall sollte man sich das noch einmal überlegen. Denn der spanische Cava kann mindestens genauso viel wie französischer Champagner oder Crémant. Hier lesen Sie, was Cava ist und warum Sie ihn unbedingt mal probieren sollten.

Was ist Cava?

Cava ist Spanisch und bedeutet soviel wie „Keller“ oder „unterirdische Kellerei“. Im Deutschen wird Cava oft mit Sekt übersetzt, was trügerisch sein kann. Der spanische Cava entspricht nämlich keineswegs dem deutschen Sekt. Beim Cava handelt es sich um einen edlen Schaumwein, der eher Ähnlichkeit mit dem französischen Champagner oder Crémant hat, vor allem in Hinblick auf die Qualitätsanforderungen.

Der spanische Schaumwein wird erst seit Ende des 19. Jahrhunderts produziert und ist aus diesem Grund vielen noch unbekannt. Ganz im Gegensatz zu einem der größten Cava-Produzenten, Freixenet.

Die spanische Weinkellerei Freixenet produziert Cava

Der spanische Weinproduzent Freixenet ist einer der bekanntesten Hersteller von Cava. Bildquelle: ZRyzner – 680517379 / Shutterstock.com

Cava zählt zu Spaniens Spitzenerzeugnissen und ist eine der bekanntesten Spezialitäten aus Katalonien. Cava ist sowohl trocken (Brut, Extra Brut, Brut Nature), halbtrocken (Extra Seco, Seco, Semiseco) als auch lieblich (Dulce) zu erhalten.

Cava in der Herstellung

Die Produktion von spanischem Cava unterliegt strengen Vorschriften. Seit Spaniens EU-Beitritt 1986 ist der Cava mit der Bezeichnung Denominacíon de Origin Cava geschützt. Diese Bezeichnung ist nicht mit einer Herkunftsbezeichnung im üblichen Sinne gleichzusetzen, wie zum Beispiel beim Champagner. Zwar darf nicht überall Schaumwein unter dem Namen Cava produziert werden, allerdings umfasst die schützende Bezeichnung noch einige Qualitätsvorschriften. Zugelassen sind etwa 270 spanische Weingüter in rund 159 Orten. Trotz des eingeschränkten Herkunftsschutzes werden fast 95% des Cavas in der katalanischen Weinbauregion Penedès produziert.

Die Vorschriften für die Produktion von Cava beschränken sich aber eben nicht nur auf zugelassene Produktionsstätten. Auch zur Rebdichte, dem Ertrag und der Pressung gibt es Vorgaben. Eine der wichtigsten Vorschriften und somit Merkmal des Cavas ist die Flaschengärung. Nach der Gärung im Stahltank wird der daraus entstandene Basiswein mit Zucker und Hefe in die Flasche gegeben. Dort setzt eine zweite Gärung ein, die auch für die Kohlensäure verantwortlich ist. Spanischer Schaumwein, der als Cava verkauft wird, muss mindestens neun Monate auf dieser Hefe gären. Frühestens ein Jahr nach der Weinlese, darf der Cava im Laden verkauft werden. Der Schaumwein reift in Kellereien bei konstant kühlen Temperaturen, die ideal für das Flaschengärungsverfahren sind.

Häufig reift Cava länger als die vorgeschriebenen neun Monate. Nach 15 Monaten Flaschengärung darf er zusätzlich die Bezeichnung „Reserva“ tragen. Ein Cava Gran Reserva ist mindestens 30 Monate gereift.

Etikett eines Cavas mit der Bezeichnung Reserva

Ein trockener Cava Reserve ist von höchster Qualität und kann es auch mit dem französischen Champagner aufnehmen. Bildquelle: Sergiy Palamarchuk – 1129374653 / Shutterstock.com

Für Cava zugelassene Rebsorten

Für einen original spanischen Cava dürfen nicht alle Rebsorten verwendet werden. Nur bestimmte Traubensorten werden anerkannt, darunter Chardonnay oder Subirat. Meist werden aber die Rebsorten Xarel-Io, Macabeo und Parellada verwendet. Dabei erfüllt jede Traube eine spezielle Funktion:

  • Xarel-Io: Das Hauptanbaugebiet der Xarel-lo ist auch Hauptproduktionsstätte des Cavas, Penedès. Die frühreifende Rebsorte sorgt für den Körper und Alkoholgehalt des Cavas. Der liegt bei dem spanischen Schaumwein immer zwischen 10,8 und 12,8 Volumenprozent.
  • Macabeo: Die Macabeo-Traube ist die am meisten angebaute Weißweintraube im Norden Spaniens. Sie verleiht dem Cava sein typisches mildes Apfelaroma.
  • Parellada: Diese Weißweintraube wird wie die Xarel-lo überweigend im katalanischen Penedès angebaut. Durch die spätreifende Traube bekommt der spanische Cava seine charakteristische goldgelbe Farbe.

Für die Rosé-Varianten des Schaumweins werden die Rebsorten Monastrell und Garnacha Tinta verwendet.

Was passt zu Cava?

Der spanische Cava eignet sich für viele Anlässe und passt hervorragend zu zahlreichen Gerichten. Wie wäre es zum Beispiel mal mit einem Cava als Aperitif an Weihnachten? Oder man ersetzt den altbekannten Champagner zu Silvester durch einen Cava Reserva und überrascht seine Gäste mit etwas Neuem.

Cava als Aperitif an Silvester

Stoßen Sie mit einem Cava aus Katalonien auf das neue Jahr an. Bildquelle: Rudo film – 749415757 / Shutterstock.com

Auch kulinarisch finden sich tolle Gelegenheiten für den spanischen Schaumwein. Er passt ideal zu Fischgerichten aller Art sowie zu Meeresfrüchten. Im Sommer kann man ihn zu leichten Salaten genießen und natürlich, wie sollte es anders sein, ist der spanische Cava einfach perfekt zu Tapas.

Bildquellen:

  • Peter Dedeurwaerder – 363180017 / Shutterstock.com
  • ZRyzner – 680517379 / Shutterstock.com
  • Sergiy Palamarchuk – 1129374653 / Shutterstock.com
  • Rudo film – 749415757 / Shutterstock.com

 

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