Der spanische Rundfunk meldete am Montag unter Berufung auf die Regionalregierung von Castilla y León, in der Region im Zentrum des Landes seien in den vergangenen drei Monaten zwei junge Menschen an der sogenannten Creutzfeldt-Jakob-Krankheit, der beim Menschen auftretenden Variante der als Rinderwahnsinn bekannten Seuche BSE, gestorben.

Sie hatten demnach vor etwa zehn Jahren mit BSE verseuchtes Fleisch gegessen. Bei den Opfern handele es sich um junge Menschen, von denen einer vor drei Monaten und der andere in der vergangenen Woche gestorben sei, berichtete der spanische Rundfunk. Ursache ihrer Infektion mit der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit sei nicht ein neuer Seuchenherd, betonte die Regionalregierung demnach.

Creutzfeldt-Jakob-Krankheit kann noch Jahrzehnte nach der Infektion auftreten

Vielmehr hätten die Betroffenen vor zehn oder zwölf Jahren mit BSE verseuchtes Fleisch gegessen. Das Gesundheitsministerium wollte die Angaben zunächst nicht bestätigen, plante aber eine Stellungnahme.

In Spanien war 2005 der bislang einzige Todesfall gemeldet worden, der mit BSE in Zusammenhang gebracht wurde. Mit 325 BSE-Fällen bei Tieren in den Jahren 2000 bis 2003 hatte sich das Ausmaß der Seuche in Spanien in Grenzen gehalten. Die ersten BSE-Fälle waren 1986 in Großbritannien festgestellt worden.

Die menschliche Variante von BSE (Bovine Spongiforme Encephalopathie), die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit, tritt äußerst selten auf. Bei der tödlichen Krankheit zerstören die Erreger das Gehirn, das sich dann schwammartig auflöst. Dies führt zu ähnlichen Symptome wie beim Rinderwahnsinn.

Es wird vermutet, dass Opfer sich durch den Verzehr von BSE-verseuchtem Rindfleisch anstecken. Die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit kann noch Jahrzehnte nach der Infektion auftreten.