Auswandern nach Spanien: Markttage in Lubrin – das Highlight der Woche

Einkaufen im Dorf

Lubrin ist klein und hat mit gut 1.500 Einwohnern jede Menge Läden. Neben zwei kleinen Supermärkten findet man einen Elektroladen (wir sagen dazu Mini-Media-Markt), drei oder vier Bäcker, drei Metzgereien, eine Boutique, zwei Gemischtwarenläden, einen Tabakladen, zwei Friseure und zwei Banken. Jede Menge, um sein Geld auszugeben. Allerdings gib es kein frisches Obst und Gemüse, Eier und frischen Fisch zu kaufen. Das gibt es in der Regel nur auf dem Markt am Mittwoch oder bei den „fliegenden Händlern“ die einmal die Woche mit Ihrem Wagen durchs Dorf fahren. Dementsprechend ist am Markttag immer sehr viel los und es ist herrlich, über den kleinen aber feinen Markt zu schlendern.

Entspannt in der Bar frühstücken

Nach dem Einkaufen noch in ein paar frische Churros holen und dann erst mal in der Bar einen Kaffee trinken – das gehört einfach zum Pflichtprogramm. Kein Mensch hat ein Problem damit, dass man sein „Essen“ mitbringt und vielleicht nur einen Kaffee oder etwas anderes trinkt. In Deutschland leider nicht möglich, da man wahrscheinlich sofort des Hauses verwiesen werden würde. Hier ist das allerdings ganz normal und auf jedem Tisch liegt eine Packung Churros, die genüsslich verspeist wird, egal ob von Jung oder Alt.

Der Wochenmarkt hat noch mehr zu bieten

Durch den tollen Zusammenhalt im ganzen Dorf und dem herzlichen Umgang miteinander ist hier wirklich alles möglich. Vor einigen Wochen wurde direkt vor der Bar ein großer Kuchenstand aufgebaut – natürlich mit Absprache. Dort wurde selbst gebackener Kuchen für einen guten Zweck verkauft. Selbstverständlich durfte der Kuchen in der Bar verzehrt werden – war gar keine Frage. Doch auch für die Schule wird „gesammelt“ und es werden herrliche Weihnachtssterne für wenig Geld verkauft – direkt neben dem Pflanzenmann, der einmal im Monat zum Markt kommt. In Spanien ist also alles möglich und das fasziniert mich immer wieder aufs Neue.

Die fliegenden Händler – täglich gibt es etwas anderes

Diese Händler kommen mit Kombis und haben immer etwas anderes im Gepäck. Montags beispielsweise kommt der Gasmann, der seinen LKW mit Gasflaschen vollgepackt hat. Am Dienstag kommt dann der Kartoffelmann, mittwochs der Mann mit Frischwasser und Donnerstags fährt auch einer durchs Dorf, den habe ich bisher aber immer verpasst und ich weiß nicht, was er Tolles bietet. Freitags ist dann Fisch an der Reihe und so bekommt man im Dorf praktisch alles, was man zum Leben benötigt. Manche meinen jetzt sicher, dass die Sachen dann unverschämt teuer sind – im Gegenteil, teilweise sind die Sachen im großen Supermarkt um einiges teurer. Das Leben auf dem Land ist somit um ein Vielfaches günstiger.