Ausschreitungen in Roquetas del Mar nach Mord an Afrikaner

Zahlreiche Afrikaner errichteten Straßensperren, übergossen Autos mit Benzin und zündeten Fahrzeuge und Wohnungen an. 

Zuvor war ein 28 Jahre alter Senegaleser auf offener Straße erstochen worden. 

Nach Angaben der Polizei gab es fünf Verletzte, darunter auch ein Beamter und ein Feuerwehrmann. 

Die anrückenden Sicherheitskräfte sind von den Randalierern unter anderem mit Steinen beworfen worden. Vier Afrikaner wurden festgenommen. 

Problematisches Armenviertel

Die Vorfälle ereigneten sich in einem Armenviertel am Rande der Stadt, wo fast nur Immigranten leben. Viele Afrikaner und Roma sind dort Zuhause. 

Der Mörder des Senegalesen konnte rasch identifiziert werden, befindet sich jedoch nach wie vor auf der Flucht. Offenbar handelte es sich um eine Vergeltungstat wegen Drogenschulden.

Mit Rassismus haben die Ausschreitungen laut der Ausländerinitiative “Almería Acoge” nichts zu tun gehabt. Derartige Vorfälle seien “normal” für das Leben in dem Armenviertel, so ein Sprecher der Organistion.