America’s Cup: Flaute in Valencia, Alinghi und Oracle hilflos

Nach zweieinhalbjährigem Streit vor Gericht und einem nie dagewesenen Wettrüsten sollte es auf ein oder zwei Tage Verzögerung allerdings nicht ankommen.

Die 33. Auflage des Segelklassikers hat bereits vor dem Start mehr als 300 Millionen Euro verschlungen. Aus der hochkarätigen Segelregatta ist wieder das geworden, was der America’s Cup in seiner 158-jährigen Geschichte schon so oft war: ein Technologiewettbewerb der Superlative.

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Im ungleichen Duell stehen sich der Katamaran der Schweizer und der Trimaran der Amerikaner gegenüber. Alinghis Jacht ist so groß wie zwei Tennisplätze, BMW Racings Drei-Rümpfe-Bolide kommt noch bulliger daher.

Jüngster Clou aus dem US-Lager ist ein rund 20 Millionen Euro teurer Kohlefaser-Flügel, der mit Hilfe der Raumfahrttechnologie entstand und die herkömmlichen weichen Segel ersetzt. Mit 60 Metern Länge ist es der größte Flügel, den Menschenhände je gebaut haben.

Ob das Segelduell tatsächlich wie in der Stiftungsurkunde vorgeschrieben in höchstens drei Begegnungen entschieden wird oder doch in eine zuschauerfreundlichere Verlängerung mit maximal fünf oder gar sieben Rennen geht, hängt vom Verhandlungsgeschick der Teams ab.

Die Mehrheit der Experten tippt auf einen Sieg der Amerikaner. Jochen Schümann, zweimaliger Cup-Sieger in Diensten Alinghis, bleibt vorsichtig: "Ich habe keine Ahnung, wer gewinnt. Meine Sympathien sind bei Alinghi. Und dann schauen wir mal, wer was kann."

Knut Frostad, Profisegler und Chef des Volvo Ocean Race, ist ebenfalls unsicher: "Für eine Weile habe ich auf Alinghi getippt. Aber BMW Oracle Racing hat mehr Mittel in die Schlacht geworfen. Das Duell ist verdammt offen."

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Fotos: Alinghi

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