Amaral präsentiert “Maddie. Die Wahrheit der Lüge”

Zu diesem Anlass gibt er zahlreiche Interviews im Fernsehen, in denen er immer wieder seine These erklärt, Maddie sei bei einem Unfall gestorben. Die Eltern hätten daraufhin eine Entführung vorgetäuscht und haben die Leiche ihrer Tochter verschwinden lassen. 

"Das Kind ist tot, ich weiβ nur nicht, wo sie begraben liegt”, erklärte der Ex-Ermittler jetzt in einer Pressekonferenz im spanischen Fernsehen. Er wies zudem auf die Zeugenaussage einer irischen Familie hin, die in der Nacht von Maddies Verschwinden einen Mann gesehen haben will, der ein kleines Mädchen in seinen Armen trug. Als sie später Maddies Vater Gerry McCann im Fernsehen sahen, erkannten sie ihn als diesen Mann wieder. 

NEWS: Maddie: Unveröffentlichtes Beweismaterial im TV 

Der Ex-Polizist kritisierte das Archiv des Falles Maddie im vergangenen Juli: Kate und Gerry McCann wurden von der Staatsanwaltschaft in Portugal nicht mehr als “offiziell Verdächtige” geführt. Amaral jedoch wies jetzt darauf hin, dass “neue Beweise” eine Wiederaufnahme des Falles herbeiführen könnten.

"Es gibt so viele Spuren, die auf den Tod hinweisen”, erklärte Amaral. Immerhin hätten die Spürhunde Leichengeruch mit dem genetischen Profil der kleinen Maddie wahrgenommen.

"Kate McCann überprüfte, ob ihre anderen beiden Kinder noch lebten!"

Und man solle nicht vergessen, so Amaral, dass die Eheleute McCann zugegeben haben, ihren Kindern Arzneimittel verabreicht zu haben, damit sie schlafen könnten. Sie sprachen zwar von Parazetamol, später wurde die Arznei jedoch als “Beruhigungsmittel” identifiziert.

In der Nacht des Verschwindens von Madeleine hatte Kate McCann “die Hand vor die Nasen ihrer anderen beiden Kinder gehalten, um zu sehen, ob sie noch atmen”, berichtete Amaral. “Es ist doch nicht normal, dass eine Mutter so reagiert, nachdem sie ihre andere Tochter vermisst”.

Die Frage, ob der Ex-Ermittler keine Angst vor einer Anzeige durch die McCanns habe, verneinte er. Überdies sei eine Anzeige ein interessanter Aufhänger, um den Fall wieder aufleben zu lassen.

"Irgendwie war die britische Regierung darin verwickelt."

Amaral erklärte abschlieβend, dass politische und diplomatische Gründe wohl dazu geführt hatten, dass er fünf Monate nach dem Verschwinden von Madeleine McCann von dem Fall abgezogen worden ist. “Die britische Regierung hat an irgendeiner Stelle eingegriffen”, so Amaral.

Der Ex-Polizist beschreibt sein Buch selber als “Polemik”, will damit aber auch gleichzeitig seinen “guten Namen” wieder herstellen und dazu beitragen, dass die Wahrheit im Fall Maddie irgendwann ans Tageslicht kommen wird.

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