Josef Fritzl: "Wir wollen, dass er im Gefängnis stirbt!"


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Wilhelm Wagner 
- 06.05.2008

Josef Fritzl: "Wir wollen, dass er im Gefängnis stirbt!"
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Elisabeth Fritzl war die ersten neun Monate ihrer Kerkerhaft mit einem kaum drei Meter langen Hundehalsband angekettet, um ihre Flucht zu verhindern. 

Wie die Daily Mail berichtet, musste Elisabeth ihrem Vater auch helfen, ihr Verlies auszubauen. So musste sie mit anpacken, als Fritzl die schwere Eisentür im Bunker anbrachte. Erst danach merkte sie, dass sie nun endgültig lebendig begraben war.

Im Alter von elf Jahren war Elisabeth, heute 42 Jahre alt, zum ersten Mal von ihrem Vater vergewaltigt worden. Mit 16 lief sie von zuhause weg, ihr Vater fing sie ein und sperrte sie auf ihr Zimmer. Mit 18 betäubte er sie mit Drogen und kerkerte sie im Keller ein - 24 Jahre lang.

Die ersten neuen Jahre Kerkerhaft lebte Elisabeh in einem einzigen Raum mit einer Toilette in einer Ecke es Raums. Dort gebahr sie zwei Kinder, bevor Fritzl zustimmte, das Kellerverlies auszubauen.

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Jahrelang zwang er Elisabeth, mit den Händen den Boden auszuheben. In einem der neuen Zimmer pflegte Fritzl seine Tochter in der Folge zu vergewaltigen. Die junge Frau tröstete sich damit, dass nun wenigstens ihre Kinder nicht mehr dabei zuschauen mussten - wie all die Jahre zuvor.

Kerstin (19), Stefan (18) und Felix (6) lebten bis zuletzt ohne Tageslicht bei ihrer Mutter. Lisa (16), Monika (14) und Alexander (12) lebten im Haus bei Fritzl, der sich großmütig als sorgender Großvater ausgab.

Polizeichef: "Die Luft im Keller war kaum zu atmen"


Chefermittler Franz Polzer: "Teile des Kerkers scheinen im Ausbau befindlich. Es könnte sein, dass Fritzl den Keller noch erweitern wollte. Aber wir brauchen noch Wochen, um alles zu erklären." Die Luft im Keller sei so stickig gewesen, dass die Polizisten Löcher in die Decke bohrten, um besser atmen zu können.

Die Diskussion hält in Österreich und der ganzen Welt an, was nun mit Josef Fritzl geschehen soll. Sein Anwalt plädiert auf "unzurechnungs- und schuldunfähig". Dies würde bedeuten, dass Fritzl nicht ins Gefängnis müsste. Derzeit sitzt er in St. Pölten in Untersuchungshaft.

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Verteidiger: "Josef Fritzl ist für seine Taten nicht verantwortlich"


Unklar ist noch, was Fritzl angelastet werden soll: Bislang sind dies Vergewaltigung, Inzest und Kidnapping. Unklar ist noch, ob er den Tod eines seiner Kinder, das er tot im Ofen verbrannte, verschuldete. Sollte Kerstin, die schwer krank ist, sterben, könnte er wegen Vernachlässigung und Vorenthaltung von Medikamenten eine zweite Mordanklage bekommen. Aber selbst bei einer Verurteilung wegen Mordes drohen ihm in Österreich maximal 15 Jahre Gefängnis, bei guter Führung wäre er nach zehn draußen.

Polizeichef Polzer wird in der Daily Mail folgendermaßen zitiert: "Wir wollen, dass dieser Mann im Gefängnis stirbt. Seine Opfer werden länger als zehn Jahre brauchen, um im Leben zurechtzukommen. Die Bösartigkeit dieses Mannes ist nicht zu beschreiben."

Fritzls Anwalt Rudof Mayer sagte, seiner Meinung sei Fritzl nicht verantwortlich für seine Taten.

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Bild: / Text: SAZ




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