Auswandern nach Andalusien: Unsere erste Fiesta del pan

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Samstag und Sonntag ging es am Abend los mit einer Messe zu Ehren San Sebastian, das war es aber dann auch schon. Am Montag ging die Party dann richtig los. Nach einer Messe um 20 Uhr wurde der Heilige Sebastian, mit einer Prozession, durchs Dorf geleitet und ab 22.30 Uhr war Livemusik angesagt. Diese Party ließen wir allerdings aus, da es für unseren Lütten einfach zu spät war und er um 21:00 Uhr total K. o. war.

Die Musik hörte nicht mehr auf

Was in Deutschland eher unmöglich ist, weil es Tausende Beschwerden hagelt, stört sich hier niemand an der Musik – egal, wie lange es am Morgen geht. Die Bands spielten bis etwa 4 Uhr am Morgen und an Schlaf war natürlich nicht zu denken. Denn unser Dorf ist relativ klein und von unserer Terrasse können wir gut die Lightshow der Band beobachten – dementsprechend laut ist auch die Musik. Aber so ist es eben und wir können gut damit leben. Im August ist eine Woche Fiesta und da überlegen wir und dann aber schon, eine Ausweichmöglichkeit zu finden J Denn hier spielen die Bands auch locker bis um 7 Uhr in der Früh. Aber zurück zur Fiesta…

Der Höhepunkt von San Sebastian

Die große Prozession beginnt so gegen 13 Uhr und San Sebastian wird durchs Dorf getragen. Die Menschen stehen auf den Dächern und Balkonen und werfen ihm zu Ehren Brotkringel herunter, die schmerzhaft treffen können! Wer das meiste Brot fängt, ist natürlich der Held des Tages – allerdings gibt es keine Siegerehrung oder Ähnliches. Nach etwa einer Stunde ist die Prozession beendet und es werden auf dem kompletten Marktplatz zahlreiche Tische aufgebaut. In kürzester Zeit waren Wust, Käse, Wein und Bier und viele weitere Leckereien auf den Tischen und das große Dorfpicknick begann. Am Anfang waren wir noch etwas verunsichert und wussten nicht so recht, was wir machen sollten. Wir wurden an die Tische eingeladen und jeder konnte Essen und Trinken, soviel man wollte – kostenlos. Für die nächste Fiesta San Sebastian werden auch wir dazu beitragen!

Die Liveband spielte dann von 16 Uhr bis 21 Uhr und es tanzte wirklich jeder. Die Band machte gute Stimmung und es war ein sehr unbeschwerter und wunderschöner Tag, der uns wieder einmal zeigte, dass wir in Lubrin angekommen sind!



Bild: Stephanie Hahn / Text: SAZ/dpa