“Zufälliger” Bombenfund im Baskenland nach Spazierfahrt

Ein Beamter sei am Dienstag noch mehrere Kilometer mit dem Sprengsatz in der Nähe von Bilbao durch das Baskenland "Spazierengefahren", bevor die Bombe gefunden wurde, sagte ein Polizeisprecher. 

Die Polizei schrieb den Anschlagsversuch zunächst niemandem zu. Die baskische Untergrundorganisation ETA hatte jedoch in der Vergangenheit bereits häufiger Sprengsätze unter Fahrzeugen angebracht. 

Zuletzt erlitt der Leibwächter eines Stadtrates im Oktober 2007 in Bilbao leichte Verletzungen, als die ETA eine Bombe unter einem Fahrzeug montierte.

Der Bombenfund ereignete sich, nachdem die baskische Unabhängigkeitsbewegung zwei empfindliche Niederlagen vor Gericht hinnehmen musste. Der Oberste Gerichtshof verbot am Dienstag die nationalistische Baskenpartei ANV wegen ihren Verbindungen zur Batasuna, dem politischen Arm der ETA.

Am vergangenen Donnerstag hatte das Verfassungsgericht bereits einen Plan der baskischen Regionalregierung für ein Referendum durchkreuzt. 

Das Gericht befand die für Oktober geplante Volksabstimmung über die Aufnahme von Gesprächen mit der ETA für verfassungswidrig. 

Zudem sollte über die Aufnahme vonVerhandlungen abgestimmt werden, die den Basken das Recht geben sollten, selbst über die Zukunft und damit die Unabhängigkeit ihrer Provinz zu entscheiden.