Zicken-Krieg im Himalaya, spanischer Bergsteiger stirbt

"Er ist tot", sagte Calafats Gefährte Juanito Oiarzabal dem spanischen Hörfunk. Oiarzabal war mit Calafat und einem weiteren spanischen Bergsteiger am Dienstag auf dem Gipfel des 8.091 Meter hohen Annapurna angekommen.

Der aus Mallorca stammende Calafat hatte während des Abstiegs vermutlich ein Hirnödem erlitten, eine Flüssigkeitsansammlung im Gehirn, die mit der Höhenkrankheit in Verbindung gebracht werden kann. Er saß in 7.500 Metern Höhe in einer Steilwand fest und konnte trotz einer Suche mit Hubschraubern nicht rechtzeitig gefunden werden.

Der 39-jährige Vater von zwei Kindern hatte am Mittwoch über sein Satellitentelefon um Hilfe gerufen und sich bei seiner Familie gemeldet. Er bat mögliche Retter: "Holt mich hier raus um meiner Kinder willen."

Oiarzabal beklagte einen "Mangel an Solidarität im Gebirge". Er kritisierte die Mannschaft der Südkoreanerin Oh Eun Sun, die gleichzeitig mit den Spaniern auf den äußerst gefährlichen Annapurna gestiegen war.

Die Sherpas von Oh hätten sich nach ihrem Abstieg in ein Lager auf 7.100 Metern Höhe geweigert, die rund 400 Höhenmeter wieder aufzusteigen, um den erkrankten Spanier zu retten.

Oh beansprucht für sich den Rekord, als erste Frau der Welt 14 Achttausender erklommen zu haben. Kritiker stellen das in Frage. Eine Rivalin der Südkoreanerin ist die Spanierin Edurne Pasaban, die derzeit den Aufstieg auf ihren 14. Achttausender, den 8.027 Meter hohen Shisha Pangma, vorbereitet. (SAZ, AFP)

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Fotos: TVE

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