Zapatero zahnlos? Gewerkschaft will Generalstreik

Die sozialistische Regierung verlängerte daher am Montag die Frist für ein Übereinkommen mit den Tarifparteien bis Ende Juni.

Sollte es bis dahin keine Einigung geben, werde das Kabinett die Reform im Alleingang beschließen, warnte Wirtschafts- und Finanzministerin Elena Salgado in Madrid.

Die zunächst von der Regierung gesetzte Frist lief am Montag ab. Eine neue Verhandlungsrunde von Arbeitgebern und Gewerkschaften mit Arbeitsminister Celestino Corbacho endete aber erneut ohne Ergebnis.

Die Unternehmer fordern unter anderem eine Lockerung des Kündigungsschutzes, der bei Entlassungen Abfindungen von bis zu 45 Tagen pro Dienstjahr vorsieht. Dies lehnen die Gewerkschaften ab. Als Kompromiss schlägt die Regierung eine Abfindung von 33 Tagen vor. Dafür sollen die Unternehmen mehr unbefristete Stellen schaffen.

Der Internationale Währungsfonds hat Spanien angesichts einer Arbeitslosenquote von 20,05 Prozent zu einer radikalen Reform gemahnt.

Die rigiden Strukturen verhinderten Neueinstellungen und setzten auch der Wettbewerbsfähigkeit des Landes schwer zu. Für den Fall eines Alleingangs der Regierung haben die Gewerkschaften allerdings mit einem Generalstreik gedroht.

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